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„reren Orten, hat man antike Glasmosaik gefunden,„worin einige Cuben blauer Glasmischung waren,„zum Beweis, dafs die Alten den Nutzen des Ko-„balts und die Bereitung der Smalte gewufst haben„müssen;" — welche Meinung er noch an mehre-ren Stellen wiederholt.
Diese, durch keine chemischen Beweise unter-stützte Behauptung, gründet sich blofs auf die Vor-aussetzung, als ob Kobaltkalk nur der einzige Stoffsei, welcher eine blaue Schmelzfarbe liefern könne.Allein gcwifs haben die Alten die Kunst verstanden,dem Glase vermittelst des Eisens, eine fast ähnlicheblaue Farbe zu geben, als wir durch Kobalt.
Einen chemischen Beweis dafür hat bereitsHerr Hofrath GjUELIN in Göttingen mitgetheilt, inseiner chemischen Untersuchung eines blauen Gla-ses aus einem Stück Mosaik, welches bei Umgra-bung eines Gartens zu Mümpelgard gefunden wor-den, und wahrscheinlich von römischer Arbeit ist.Es hat zwar Herr GMELIN zu dieser Prüfung nurdie geringe Menge von wenig Granen anwenden kön-nen; doch reichten die Resultate derselben hin, zubeweisen, dafs der blaufärbende Stoff darin nichtvom Kobalt, sondern vom Eisen herrühre.
Ein gleiches Resultat liefert nachstehende Zer-legung des blauen Glases aus den Ruinen zu Capri.
Die Farbe desselben ist Saphirblau, in Smalte-blau übergehend. Es ist nur an den Kanten durch-scheinend. Der Bruch ist, so wie bei der vorher-gehenden, mehr schlackenartig-muschlig, als splittrig.
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