jgagammm -
J
322
dem Sauerstoffe nur halb gesättigten Zustande, einekupferrothe, und im oxydulirten Zustande, das ist,mit dem Sauerstoffe völlig gesättigt, eine grüneSchmelzfarbe giebt. PLINIUS gedenkt mehrererzu seiner Zeit gebräuchlichen Kupferpräparate, nurerschöpft er sich dabei in Aufzählung der vermeint-lichen medicinischen Tugenden derselben. "Von sol-chen künstlichen Kupferpräparaten würden einige zurBereitung grüner Glaspasten füglich anwendbar ge-wesen sein, im Fall man sich nicht etwa natürlicherKupferoxyde, dergleichen besonders die Kupfergru-ben auf Cypern in Menge liefern konnten, dazu be-dient hat.
\y
III.
Antikes blaues Glas.
Der Hauptzweck der chemischen Zergliederungdieses Glases bestand darin, die Frage aufzulösen,worin der färbende Stoff bestehe, dessen sich dieAlten zum Blaufärben des Glases bedient haben.Die grofse Aehnlichkeit der Farbe des antiken blauenGlases mit unserm heutigen, das wie bekannt, durchKobalt tingirt wird, hat mehrere Gelehrte zu derYermuthung veranlafst, dafs schon die Alten diesesMineral und dessen Eigenschaft, das Glas blau zufärben, mufsten gekannt haben. Dieser Meinungwar auch FÄRBER zugethan, indem er in seinenBriefen aus Welschland S. 114. sagt: „In der„Villa Adriani bei Tivoli, hei Frascati und an meh-