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Nachtr (1827) Nachträge zu meinem Werke
Entstehung
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Jedoch besafsen die Alten noch künstlichen Mur-rhin; nämlich eine Glasmasse, die ihn nachahmte,wie diefs aus folgenden Stellen ihrer Klassiker, dieich hier aufführen werde, hervorgeht. PlINIUS *)und ArriäN 2 ) erwähnen zum Beispiel dieses Gla-ses, das zu Diopolis-magna (dem alten Theben)angefertigt ward. Das, was uns PROPERZ 3 ) dar-über sagt, spricht ebenfalls für den künstlichen Mur-rhin, und es geht besonders daraus hervor, dafs dieParther die Kunst besafsen, Gefäfse anzufertigen, diemit den murrhinischcn die gröfste Aehnlichkeit hat-ten. Denn das Wort coquere (kochen oder schmel-zen) setzt eine flüssige Materie voraus, unter wel-cher leicht Glas gemeint sein kann.

Für beide Arten von Murrhin sprechen über-haupt folgende Worte des PLINIUS 4 ), zumal,wenn er bedauert, dafs der Luxus zu sehr überhandgenommen habe. Aus den hier angeführten Stellengeht, dünkt mir, hinreichend hervor, dafs der un-echte oder künstliche Murrhin, aller Wahrschein-lichkeit nach, aus Glasflüssen bestand. Dieser Mur-

1) Lib. XXXVI. c. 67. . ,, Fit (vitrum) et album etmurrhinum, aut hyacinthos sapphirosque imitatum et Omni-bus aliis coloribus.

2) In seinem Peripl. mar. Eryth. of Hudson, geogr. mi-n or. ]. p. 4.

3) Lib. IV. Eleg. 5. v. 26. einend. Turnebii in advers.tfUlurrheaque in Purthis poculis cocta suis."

4) Lib. XXXV. c. 46..- ,, In sacris quidem etiam int erbis opes liodie non murrhinis crystullinisve, sed fictilibus pro-bbatur simpuviis und weiter unten: ,, quoniarn eo pervenitluxuria, ut etiam fictilia pluris constent quam murrhina."