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Nachtr (1827) Nachträge zu meinem Werke
Entstehung
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Auch Herr TOWNLEY in London zählte un-ter die merkwürdigsten Seltenheiten seiner berühm-ten Sammlung von Alterthümern, einen Iungsteinvon gleicher antiker Glasmasse, mit der Figur einesVogels *), von einer solchen Feinheit und Zeich-

nung,

dafs solche nur vermittelst eines Vergröfse-

rungsglases deutlich zu sehen war. Und endlich be-

findet sich in der Sammlung des Kardinals BOR-GIA (sonst zu Vellctri, jetzt zur Hälfte in Neapelbefindlich) ein Stück von solcher Mosaik, das auseiner schwarzen Masse mit regelmäfsig eingelassenengelben und blauen Blümchen besteht, so wie etwaein Kattunmuster beschaffen ist. Dieses Stück wardebenfalls in einem alten Grabmahle in Italien Thrä-nenschaalcn und andern Gefäfsen beigesellt, vorge-funden.

Aehnliche Glasmosaiken, die in Pompeji ausge-graben wurden, sähe ich in dem Museo degli studii

I) Der Herr O. M. R. B lUMENBACH in Göttingen schriebmir unter dem 18. des Monats April 1825 hierüber Folgendes:Die wunderbar gearbeitete Glaspaste, Seite 358. Ihrer Reise,habe ich oft und viel beim seligen Townley betrachtet. Esist kein Yogel, sondern eine stehende menschliche Figur mitdem Sperberkopf und vorwärts gesenkten Armflügeln. DieGröfse des Stücks ungefähr wie Tafel XXI. Fig. 1. in IhremAtlas. Die Dicke etwa 4"', und doch gehen alle noch so zar-ten Züge des Glasgemäldes durch und durch. Gegen Kerzen-licht gehalten, sind alle Farben undurchsichtig."

Nach dieser mir hier mitgetheilten Berichtigung dieses soverdienten Gelehrten (für welche ich Ihm hiermit meinen ver-bindlichsten Dank wiederhole) scheint die Figur auf jenem Ring-stein den Osiris darzustellen, und stammt daher höchst wahr-scheinlich aus Aegypten ab.

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