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In Cairo kann man sich Pferde von den mei-sten hier angeführten Ragen verschaffen, und darfsolche selbst exportiren. Der Yicekönig hat meh-rere Stutereien bei Cairo und auf anderen PunktenAegyptens, die sich vorzugsweise zur Pferdezuchteignen, anlegen lassen, und war überhaupt Willens,einige davon als Landesgestüte zur Veredlung derganzen einheimischen Pferderage einrichten zu las-sen, welches ihm um so leichter fallen müfs, als erdurch seine Eroberungen im glücklichen Arabienund in Nubien sich vortreffliche Thiere verschaffthat und noch verschaffen kann; ja er ist auf alleZweige der Industrie so aufmerksam, dafs er sichwährend meiner Anwesenheit Pferde aus Englandzur Verstärkung der Rage, Behufs des Dienstes sei-ner Artillerie, hatte kommen lassen, die aber seinenBeifall nicht ganz erhielten.
Im Allgemeinen pflegt der Araber die belegtenStuten mit grofser Aufmerksamkeit zu behandeln.Er verringert von diesem Augenblicke an deren Ra-tionen, und reitet sie täglich zwei- bis viermal aus.Die Eoblen werden bereits im vierten Monat ent-wöhnt, und der Mutter reicht man während derTränkezeit nur leicht verdauliche Nahrungsstoffe,(als z. B. zerstofsene Gerste) oder führt sie aufden Barzim, wenn die Jahreszeit es verstattet, undtränkt sie mit Kleienwasser.
W ährend meines Aufenthalts in Aegypten sahich die Pferde täglich nur zweimal futtern und tränken, bei welcher Gelegenheit man ihnen gemeinig-