Druckschrift 
Nachtr (1827) Nachträge zu meinem Werke
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

29

ein altes Kastell halte, weil man einen sehr altenBrunnen, der sehr gutes Wasser enthält, innerhalbdes Orts, so wie auch noch Spuren von alten Bau-ten findet, deren geringe Ueberbleibsel von grofsenQuadersteinen erbaut sind, auf welchen sich Figu-ren und Hieroglyphen befinden. Des Nachmittagshahe ich die Ansicht eines Berges gezeichnet, inwelchem man mehrere alte Gräber trifft. GegenAbend haben wir einen starken Tumult in der Stadtvernommen, zu welchem, wie man sagte, unserScheik Veranlassung gegeben haben sollte, weil manihm vorwarf, dafs er die türkische Armee und unshergeführt habe. Man hat einige Unruhestifter insGefängnifs gesteckt, und hierauf hat sich alles be-ruhigt.

Freitag den 10. November.

Wir brachen des Morgens um 8f Uhr auf undwandten uns gegen N. ()., das heilst nach den Ber-gen zu. Hierauf nach Verlauf von 1-y Stunden nah-men wir eine O. Richtung, und trafen f Stundenweiter auf alte Ueberbleibsel von Bauten, Daiba(das heifst: Quellen) genannt, woselbst sich weit-läufige anmuthige Gärten, mit grolsen Feigen- undOliven-Bäumen, befinden. Nach einem Marsche voneiner halben Stunde befanden wir uns gerade übervon zwei Bergen, die gelrennt sind und uns zurLinken liegen blieben, und von welchen der grüfse-ste Abaida, das heifst: der Weifse, genannt wird.Hier in der Nähe wird Reifs gebaut. Eine halbe