Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
364
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Geschichte der Kunst.

§. 12. Daß die Kunst sich in späteren Zeitenlänger unter den Griechen als in Italien und inRom erhalten/ kan man unter andern beweisen ausden gemaleten Figuren in einer alten Handschriftdes KosmaS ans Pergament in der vaticanischcnBibliothek/ No. 699/ welchen Mon tfaucon in dervon ihm gemacheren Samlnng griechischer Scriben-len druken lassen; die Figuren aber hat er nicht an-gegeben. i) Die Form dieses BuchS ist ein längli-ches Folio/ und die Schrift ist in großen Buchsta-ben/ die man pfleget vierekichte zu nennen. Die-ser KosmaS war ein Kaufman zur Zeit des KaisersJustinuS/ wie er selbst saget auf dem funfzeben-ten Blatte gedachter Handschrift/ uud eben diesesbezeuget Photiu S. Auf einem der Gemälde die-ser Handschrift stnd unter dem Throne des KönigsDavid zwo Tänzerinen mit aufgefchürzeter Klei-dung vorgestellet/ die mit beiden Händen ein fliegen-des Gewand über dem Kopfe halten/ und diese Fi-guren sind so schön/ daß man glauben muß/ sie sci-

ist ungefähr 20 Palm hoch. Sie gilt für einen Con>stantinns, und ich bin ebenderselben Meinung, nach,dem ich cine Zeichnung der Statue, die mir der Präs»dent Mola Von Bari verschaste, mit den Statuen w'>glichen habe, die Winckelmaü beschreibt. Der BarmNiedesel (Reise 2 B>) behauptet, es sei ein JuliuZCäsar; allein er bat sich damals gewiß weder dcrZiMdieses, »och Cvnstantins erinnert, und das Costiimiiberschen, das den, spätern Kaisertum eigen ist. Fea.

I^Einc Abbildung davon bei Fea i. 2. tav. 11^>) Lullect. script. t.2. x, 11Z.

2) kiliüotliec. ccxl 36. 22.

Phvtius gibt einen Auszug dieser Handschrist; liw'das Alter und die Lebenszeit ihres Verfassers sehe ma»1-iI-Ii.olIi. .Qrnc. t. 2. I. z. c. 25. x, kog

Fea.