366 Geschichte der Kunst.
von neuem zu behaupten gesuchet; aber ohne den al',lergeringsten Grund. Die Statue/ welche mit-telmäßig ist/ würde als ein Wunder der Kunst «Ndieser Zeit müßen angesehen werde»/ und der Kopfist neu/ und nach einem jungen Maren S Aureli«»S gemachet.
K. 8. Eine sizende Statue unter Lebensgroß«, >in der Villa Borgbese, welche man irrig furch incn bettelnden BelisariuS hält/ hat zu diesmNamen durch die rechte Hand / welche auf dem Mliegt/ Gelegenheit gegeben. >) ES ist dieselbe hohl/gleichsam etwas in derselben zu empfangend) undn«köiite sagen/ daß hier eine von den Personen abpbildet worden/ die für die Cybele Almosen sa-melten/ denen allein/ nach den Gesezen der MfTafeln/ dieses in Rom zn thun erlaubet ward) Ml-se Personen hießen von dir
Mutter der Götter/ und .«üv-ovx?-«-, weil §-
!l) BelisariuS verdient mit dankbarer Achtung in!il IKunstgeschichte genant zu werden, weil durch seinen ZichTotila, der Eothen König, welcher im Jahre 5-j5Z!«eroberte, abgehalten wurde, die Stadt gänzlich zu znAren und dem Boden gleich zu machen. Ergreisend sMist der von Belisarins in dieser Angelegenheit an wTotila geschriebene Brief, welchen P rok o v i u§(<Isbe>!»l>vtkic. UZ. c. 22.) mittheilt. Mc»er.
2) Fea st. Z. tav. 2Z.) will in dieser Figur das BildMdes Philosophen Chrnsivvus erkenne», wie erini.Ä,rakimns zu Athen abgebildet war. (Lic. <Ie lin. I. >.c.11.) Mener.
Cicero redet aber nicht von einer hohlen, sendn»ausge strikten Hand des Chr»sivpus, welche n«tGörenz anzeigen soll, daß er in der Schlußsolz«'rung begriffen sei. Siebelis.
z) Lic. IeA. I. 2. c. 16.
Der Autor vermengt hier jene Priester oder G-Ulk»der Cybele, welche nach den zwölf Tafeln im ro«>»