12 Buch, Z Kap.
i,6 zu Anfange dieses Jahrhunderts noch zwo Säu-len mit erhobener Arbeit nach Art der trajani-scheu in Rom erhalten/ von welchen die eine demKonstantin/ die andere dem Arcadius zuEhren aufgerichtet war. Die erhobenen ArbeitenB dieser sind nach den Zeichnungen in Kupfer ge-ßochen/ welche der venctianische Maler Bellino/ien Mohammed il. nach Constantinopel kommenlicß/ verfertigte/ und es schein«/ daß der Künstlerdie Arbeit an derselben nach seiner Vorstellung ver-schönert habe; den das Wenige/ was von der an-dern Säule gezeichnet ist/ gibt einen sehr schlechtenBcgrif/ lind ist unendlich weit von jener Arbeitmschieden. Von des ArcadiuS Säule stehet manP nur allein die Base von Granit in dem Quar-tiere/ welches Concajui heisset; die Säule selbst«rde zu Anfange dieses Jahrhunderts von den Tür-M abgetragen / weil dieselbe in den öfteren Erdbe«im vielmals war erschüttert worden/ und man be«iiirchtete/ daß der Umsturz derselben einen großenMaden verursachen könne. Die andere/ welcheikverbrante Säule genennet wird/ stehet nahe«ii einer Gegend/ die Visirk Hain heisset/ und ist«iis siebe» großen Cylindern von Porphyr zusammen-jtsczet/ die Base nicht mit gerechnet. ES stand ehe-mlS auf derselben die Säule des Constantin/»»d nachdem dieselbe öfter durch Feuer gelitten/»Mde sie vom Kaiser Alex ins ComnennS auS-
z i) Lanckurl Imp. Orient, slve Loastanilnox. t. 2.
x. 5oS.
! 2) Eine dieser Säulen soll nach Ponquevilles Bericht(Reise durch Morea/ 2B. lü7S.) noch im Umfangder Gärten des Serails siehe»/ und ziemlich wohl erhal-"teu sei». Me»