3zz Geschichte der Kunst.
den besten Künstlern zu den Zeiten des Trajaiiu?oder HadrianuS könne» zngeschriebcn werden. Aufder großen Urne von Porphyr/ in welche derCon-stautia Körper gelcget gewesen, wie auch an daDeke des' äussern Ganges dieses Gebäudes'/ und zw«hier in Musaieo, ist die Weinlese und das Wein-keltern vorgestellet, so daß auf der Urne kleine ge-flügelte Genii arbeiten, an der Deke aber F<wnen; und diese Bilder sind der Grund der Benen-nung des Tempels des B akchuS. l) Wir wissenober, daß damals die christliche Religion noch nichtvöllig von heidnischen Gebräuchen gcreiniget gewsen, und daß man sich kein Gewissen gemachet, daslluheilige mit dem Heiligen zu vermischen; dieKunst aber ist, wie dieselbe von diesen Zeiten jnerwarten war. Dieses erhellet auch aus Vergle><chung dieser Urne mit einer anderen von eben derungeheuren Größe und aus eben diesem Steine/ die indem Kreuzgange der Kirche zu St. Ho hau Lateranstehet / worauf in Figuren zu Pferde, unter welchenandere liegen, ein Gefecht vorgestellet zu sehen
t) ?>ach V i se o n t i (Hlus. t, 7. p, ig> tz?>
II — I2>) ist die Urne I I römische Palm z Daumr»lang; die Höhe beträgt samt dem Sokel, welcherist, ti> Palm. Zuerst stand sie im Mittelpunkt derKirche oder des Mausoleums der h. Constantia, Wder Pal'st ?llerander IV dieselbe in die Nische d»Thüre gegenüber, statt ihrer aber einen Altar sezen lie«,Pabst Panl II. gedachte sie nach dem Lateran zu bnmzen, um nach seinem Tode selbst darin beigesezt zu wil-den. Aber er starb, ehe die Verseznng geschehen war,und so blieb das Denkmal an seiner alten Stelle, bi!Pabst Pius VI. dasselbe dem von ihm so reich aus-statteten Museo einverleibte. Meyer.
2) Nun im Pi 0 - Clem en ti n 0. 17 B> I K. §. N»-»e.Z Me»er.