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tuno am Meere graben ließ. Von allen Köpfen wardas Gesicht mit dem Meißel abgeschlagen, und manerkcnncte dieselben nur an einigen andern Zeichen,so wie man auf einem zerbrochenen Steine den Kopfdes AntinouS an dem Kinne und Munde erkennet.In der Villa Altieri ist ein Kopf eben dieses jun-gen Menschen, nach Anzeige des Mundes, welchernur allein von demselben erhalten war, als ein An-tinouS ergänzet.
§. is. ES ist kein Wunder, daß die Kunst an-fing, sich merklich gegen ihren Fall zu neigen, wenman bedenket, daß auch die Schulen der Sophistenin Griechenland mit dem CommodnS anfhöreten.La, den Griechen wurde sogar ihre eigene Sprache un-ickaut: den es waren wenige unter ihnen, die ihreksten Schriften mit dem wahren Verständnisse der-selben lesen konten, und wir wissen, daß Ovpia-nus in seinen Gedichten durch die Nachahmung deSHomeruS, und durch dessen AuSdriike und Worte,deren er sich bedienet, so wie HomeruS selbst, denGriechen dunkel war. 2) Daher hatten die GriechenWörterbücher in ihrer eigenen Sprache nöthig, undPhrynichus suchete die Athenienser zu lehren, wieihre Voreltern geredet hatten: aber von vielen Wor-ten war keine bestimte Bedeutung mehr zu geben,und ihre Herleitung wurde nach verlorenen Stani-wvrtern auf Muthmaßungen gegründet.
§. 16. Wie sehr die Kunst nach dem Eommo-duS gefallen, beweisen die öffentlichen Werke, welcheEeptimius SeveruS einige Zeit nachher auf-führen ließ. Er folgcte dem CommoduS ein Hahrnachher in der Regirung, nachdem Pertinax, Di-dius JulianuS, ClodiuS Albinus und Pe-
») Oesoll. tkealr. rliet. !. l. c. 4.2) Leinle/s Olss. uxon x. 406