Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
313
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12Buch/ 2Kap.

künftig noch größer als dessen Vater werden möchte, i)Z„ der GypSform von dieser Statue ist das vielbc-dcutende Kind weggelassen/ und man hat dem Her-kules/ anstatt das Kind zu tragen/ die drei hefperi-scheu Äpfel in die Hand gegeben. Wright / welcherhier seinem blinden Führer nachgesprochen/ saget/dieser Com moduS sei gut/ aber es zeige derselbeeinen deutlichen Unterschied zwischen dem griechischenund dem römischen Geschmake in der Bildhauerei. -)Dieses einfältige Urtheil gründet sich blos auf denName»/ und man hätte die ägyptische Kunst in derStatue bemerken können/ wen derselben der NamePtolemäus Hütte können gegeben werden. Mankan versichert sein/ daß dieser Herkules ein Werkeines großen griechischen Meisters sei/ welches untericn schönsten in Rom stehen kan: der Kopf ist un-mdersprechlich der schönste HerkuleS/ welcher be-kaiit ist/ und die Haare sind in der höchsten Manierausgeführet/ und wie die am Apollo gearbeitet.^)

1) pinäsr, Istliru. VI. V, 60. klulostrat. Heroic. c. Il> II. I.I>- 7>9-

2) ?>avcls, x. 2K7.

Z) Der Kovs ist wahrhaftig idealisch und schön, die For-me» des Körpers und der Glieder stnd kräftig: doch ha-be» sie einigen Kennern im Verhältnisse zum Kopfe nichtelegant genug scheinen wolle»/ und am Kinde auf demArm des Helde» werden auffallende Fehler der Zeichnunggerügt. Die Meinung/ daß dieses Werk von einemgroßen griechischen Meister herrühre/ finde» wir nachstrenger Prüfung nicht wahrscheinlich. Gerade aus denHaaren, die fleissig behandelt, ausgebohrt und unterhöhltsind, wie sie etwa an den Dcnkmale» nachHadriauusin fei» pflege», läßt sich um fo gegründeter aus daswahre Alter des Werks schließe», als auch die Arbeitder übrige» Theile einer solchen Vermuthung nicht ent-gegen ist.

ZZ i scon ti (IÄus, ?!»- Llem. 1. 2. t> g. iZ.) hat

Winckelman. 6.