12 Buch/2 Kap. 2?s
Komerus hinaus führet uns der dichterische Mei-ster dieser Nereide; den er bringet sie aus denWellen des Meers hervor/ annoch ungerübret vonsterblicher Liebe / und ehe sie sich dem Pe leus über-gab/ ja ehe drei Götter ein Auge auf ihre Jugendwarfen/ und bevor das erste Schif sich auf die ägei-schen Fluthen wägete; den das/ worauf sie tritt/ist nur ein Zeichen/ um dieselbe kentlicher zumachen.
§.6. Eines der schönsten Werke dieser Zeit/ist ein kolossalischer Kovf von Marmor/ wie es schei-net der jüngern Faustina; ich sage/ wie esscheinet: den die Ähnlichkeit/ sonderlich jugendli-cher und weiblicher Köpfe/ wird etwas unkentlichin kolossalifchen Köpfen; von dem Kinne an bis an dieHaare auf der Stirne halt derselbe zwo Spannen.Dieser Kopf war/ wie man siehet/ nach der von mirangezeigeten Art in dessen Statue eingefüget. ESmuß dieselbe von Erzt oder von Marmor gewesensein: den einer von den Füße»/ welcher sich erhal-ten bat/ war ebenfalls eingefüget; so daß die äus-ser» Theile von Marmor waren; auch von den Ar-men sind Stüke übrig. Dieser schöne Kopf/ wel-cher nichts im Geringsten gelitten hat/ wurde zuPoreigliano/ ohnweit von Ostia/ wie man glaubet/in den Trümmern der Villa deS PliniuS/ Lau-ren tum 5) genant/ entdeket. An eben dem Ortefanden sich verschiedene sehr schöne modellirte Figu-ren von gebrauter Erde; unter andern ein Sturzeiner VenuS/ und eine bekleidete Figur von etwadrei Palmen hoch/ inigleichcn zween Füße mit ange-legeten Sohlen / die dem Fuße von gedachter Sta-tue vollkommen ähnlich sind/ und vermuthlich die
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