Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
295
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12 Buch / 2 Kap.

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Kunst ist dasjenige/ welches LucianuS der Ge-lchrsamkcit in seinem Traume in den Mundleget! i) ja es wurde an jungen Leuten als eine Nie-derträchtigkeit ausgeleget, nur zu wünschen/ einPhidiaS zu werden. Daher es' fast zu verwun-dern ist/ daß ArrianuS, ein Scribent dieser Zeit/es für ein linglük halt/ den Jupiter des' Phi-diaS nicht gesehen zu haben.

§.2. Die Zeit der An toinnen ist in derKunst/ wie die scheinbare Besserung gefährlicherKraulen kurz vor ihrem Ende/ in welchen das Le-ben bis auf einen dünnen Faden des Hauchs ge-bracht/ dem Lichte einer Lampe ähnlich ist/ wel-ches/ ehe es gänzlich verlöschet/ alle Nahrung sam-lct/ in eine helle Flamme auffährt/ uud plözlich ver-löschet. ES lebeten noch die Künstler/ welche sichunter dem HadrianuS gebildet hatten/ und diegroßen Werke/ noch mehr aber der übrige gute Ge-schmak und die Einsicht besageter Kaiser und ihresHofes/ gab ihnen Gelegenheit/ sich zu zeigen; abernach ihrer Zeit siel die Kunst mit einmal. An-toninuS PiuS bauete seine prächtige Villa bei La-nuvium , deren Trümmer von ihrer Größe zeugen.Von der Pracht derselben gibt ein silberner Hah»einen BeweiS/ aus welchem das Wasser in denBädern dieser Villa lief; es wurde derselbe voretwa vierzig Jahren an gedachtem Orte auSgegra-ben, und hielt dreissig bis vierzig Pfund am Ge-wichte / mit der Inschrift: In den

so viel Geld, damit sie ihre langen Bärte nicht umsonsttrügen. M e >> e r.

1) Lnmn. c. 9.

2) ^rrian. Z5j,ictet. ciisserlni. I. 1. c. 6.Z) in ^.ntvnino ?io. c. 3.