296 Geschichte der Kunst.
Bädern des Claudius lief ebenfalls' das Wasser j»silbernen Röhren.
§. 6. In den Trümmern jener Villa wuchvon dem Herrn Cardinal Alexander Albaniim Zabre l7li> eine schöne weibliche Statue/ eibnohne Kopf, entdeket/ die bis auf die Schenkel un-bekleidet ist/ und die linke Hand auf einem Rudi,ruhend hält/ welches auf einem Triton siehil.Ein Sink von der Base dieser Statue hat sich e»halten, und an derselben sind drei Messer oder Mche erhoben gearbeitet/ die man bisher für die dreiSpizen ansah / die an dem Vordertheile der alte»Schiffe standen / und vom Stoßen/ wozu dieselbe,dieneten/ c/t/Z-x-i und rosu-, genennet wurden. A«dem zweirudrigen Schiffe aber/ welches in demGarten des Hauses Barberini zu Palestrina sie.het/ und von mir zuerst bekant gemachet worden ist/->befinden sich jenen völlig ähnliche Dolche/ jedoch «dem Hintertheile desselben/ da wo es anfängt ßchin die Höhe zu krümmen.
§.-4. Es könte diese Statne eine VennS wstellen/ mit dem Beinamen glüklichei
Schiffahrt/ wie sie in der Insel GnidnS vereh-ret wurde;^) glaublicher aber ist/ daß es eine Tbi>tis sei. Da nun dieselbe das eine Bein erhebet,und Isis auf einem Hintertbeile vom Schiffe gleich«falls mit einem erhobenen Beine stehend in einerkleinen Figur der Villa Ludovisi vorgestellet isnso habe ich geschloffen/ Thetis sei eben so gebildetgewesen/ und diese Muthmaßung hat Anlaß gege-
1) k'akric, vcLcr. c. 16. l^Und das war vbwdrein nichts gar Seltenes. Lenec. epist. 66/j
2) l^Jn den Denkmalen, Nnmevo 207. Ü
3) I. i. c. i.