Geschichte der Kunst.
Der Cardinal von Este/ der auf den Trümmer»der Villa des Mäcenas zu Tivoli die seinige er-bauete/ besezete dieselbe mit unzähligen Statuen,die man dort fand, und diese sind nach und nochvon dem Herrn Cardinal Alexander Albani ge-kaufet und weggeführet, und ein großer T!>eil der-selben ist von ihm dem Museo Capitolino ein-verleibet worden.
§. 8. Ausser den vorzüglichsten Werken in Mar-mor/ die aus gedachter Villa des Hadrianus ge-kommen sind/ und von welchen ich nachher redenwerde, gedenke ich zuerst dcS berühmten Gemäldesin Musaieo/ welches eine Schale voll Wasservorstellet/ auf deren Nande vier Tauben sizen/ mdenen die eine trinken will. Der Werth diesesWerks bestehet vornehmlich darin / daß es völlig an-den kleinsten harten Steinen zufammengesezet iß,und vielleicht als das einzige in dieser Art kan an-gesehen werden; den in allen anderen solchen Ge-mälden / auch in denen/ die ich nachher beschreibenwerde/ stnd Glaspasteil mit zu Hülfe genommen,um Farben heraus zu bringen / die sich schwerlich i»Steinen finden, l) ES wurde dasselbe eingesezet ge-funden mitten in dem Boden eines Zimmers/ wel-ches von gröberem Musaico geleget war, und umbereinen handbreiten Streif von Blumenwerk hatte,und von eben so feiner Arbeit, wie jenes Musai»ist. Von diesen Streifen, welche in'S Gevierte ausdemselben umherliefen/ hat der Herr Cardinal Ale-xander Albani ein Stük von einem Palm breit,
teil in die dortige königliche Antikcnfamlung) und es wirdgewöhnlich für einen End»mio» gehalten, welcher nachder Fabel mit offenen Augen schlief, t iZ, c,
2. sn, 17.) Fea.
t) 57 B. 4K. 18 §. Note,)