2-^2
Geschichte der Kunst.
Meister gearbeitet gehalten werden. Fabretti Mzwar behaupten , daß dieses die Tropäen des R«-rius seien, und weiset diejenigen als Unwissende chdenen es Arbeiten von sdes^I TrajanuS Zeiten geMnen, weil er die Arbeit an denselben so grob uniunanSgeführt findet/ daß er dieses Werk mit daFiguren an des ConstantinuS Bogen, die in bar-barischen Zeiten gemachet sind, vergleichet. U«hat zu seiner Widerlegung nur ein Auge nöthig, „gerade das Gegentheil zu finden, und er zeiget inaller Gelehrsamkeit so wenig Einficht in die Kling,daß er den Kopf der sogenanten traurenden ProvtzDaeia,^) unter der Noma im Campidoglio, stialt hält, so wie die neue Friese in dem inneren Wdes Palastes Santa Croee.^) Dasjenige, was dipser Gelehrte über die Waffen dieser Siegeszeichenvorbringet, ist eben so wenig wider diejenigen, diedieselben dem TrajanuS zuschreiben, als ivckrmich in Absicht des DomitianuS. Den es Md
1) Oc Lolumn^ p. lvZ.
2) Die traurende Provinz, eine auf Waffen sizende i«eit>licke Figur mit angezogenen Knieen, welche den Kmanf die Hand stiizt, wird wegen der gefälligen Stell«und des zierlichen Gewandes hochgefchäzt, und ist mineuern Bildhauern und Steinschneidern oft nachgebildetworden. Doch mochten wohl die Falten an dicfem De»k°male bei strenger Prüfung etwas zu gehäuft und z» kleinbefunden werden. Der Kopf ist wirklich modern, «mder Autor anmerkt; eben fo der linke Vorderarm samtder Hand, worauf sie sich stüzt, und der EllenbogenVom rechten Arm. Urfprünglich muß dieses Werk dirSchlußstein eines großen Triumphbogens gewefen sein,wie aus der Gestalt des Ganzen und aus den umgebewden Ornamenten von Eiern, Laubwerk und Voluten kl« jhervorgeht. Meyer.