11 Buch/ 3 Kap.
231
ziehen, l) und indem der Wurf geschehen soll/ liegtdie Kraft auf dem nächsten Schenkel/ und das linkeBcin ist müßig! hier aber ist das Gegentheil. Dieganze Figur ist vorwärts geworfen und ruhet auf!>cm linken Schenkel/ und das rechte Bcin ist hinter-wärts' auf das äusserste auSgestreket.-) Der rechteArm ist neu, und man hat ihm in die Hand ein Stük
der Verrichtung der Muskeln Bewunderung. Er hat z.B. am rechten Schenkel der Figur durch die in Thätig-keit dargestellten Muskeln ganz deutlich auszudriiken ver-stände»/ wie sie sich eben anstrengt, den Schritt zu ma-chen, und den ganzen Körper kräftig und schnell vor-wärts zu schieben. Die rechte Huste-und Riikcnmuskelist eben-alls in der heftigsten Bewegung, um den Leibin gerade Richtung zu bringen, oder ihn nach der linkenSeite zu wenden, wohin der Stoß geführt werden soll,und wohin auch der Blik gerichtet ist.
Die Behandlnng an diesem Denkmale hat einen fe-sten, ausdruksvollcn, bestimten Charakter, der von allerHärte entfernt, aber auch nicht weichlich ist, die HaareVerrathen noch einige Ähnlichkeit mit den Werken vomhohen St»l. Ausser dem rechte» Arm und dem recktenOhr ist noch die Svize des Daums am rechten Fußemodern. Vor etwa fünfzehn Jahre» befand sich zu Romeine fehr gut gearbeitete antike Copie von dem Kopfedieses sogenante» Fechters, die später wie man sagt,»ach England gebracht worden. Dem Ansehen nach schiendieser Kopf das Bruchstiik einer ganzen, der borghesi-fchen ähnlichen Figur zu sei». Me» e r.
Sikler (Kuustblatt v. l8l7, Num. S.) willden b o rg h e si s ch e n Fechter zum Agenor, A n r e-nors Sohn, machen, der nach Homer (ix. x. XXII.v. 5/,5 — 5oo.) vorgestellt sei. Siebelis.
i) -ko-xc-c. I5u8tal.Ii. in Ix. X. XXII. x. »Zog.
2> Das ist nicht so: die Figur ruht auf dem rechtenScheu kel, und das linke Bein ist hinterwärts auS-gcstxekt. Lessing.