SZ2 Geschichte der Kunst.
von einer Lanze gegeben; auf dem linken Arme siehetman den Riem von dem Schilde, welchen er gehallmhat. Betrachtet man/ daß der Kopf und die Augaaufwärts' gerichtet sind/ und daß die Figur sich >niidem Schilde vor etwas, das von obenher koiiit, j»verwahren scheinet: so könte man diese Statue mtmehrcrem Rechte für eine Vorstellung eines Kriegershalten, welcher sich in einem gefährlichen Stande be-sonders verdient gemachet hat: den Fechtern in Schau-spielen ist die Ehre einer Statue unter den Griechenvermuthlich niemals widerfahren: und dieses Werkscheinet älter, als die Einführung der Fechter unterden Griechen zu sein.
K. Von der Kunst unter den nächsten Nach-folgern des Nero, dem Galba, Otho und Vi>te lliuS, findet sich nichts anzumerken, als daß dieKöpfe dieser drei Kaiser sehr selten sind: i) der Numpfeiner Statue des Galba von großer Kunst und zwei-mal so groß als die Natur/ befindet sich bei dem Bild-hauer Herrn B a r t h o l o m ä Cavaceppi; der schön-
j) Das Brustbild im Museo Cavitolino, welches siirden Galba ausgegeben wird, ist von verdienstlicher Zwbeit; die Runzeln des Gesichts sind bedeutend, obwohlein wenig scharf angegeben; Nase und Kiii scheine» neu,vielleicht ist es auch die Brust. DaS Bildniß des Stl>»in eben diesem Museo rührt ebenfalls von der Hand ci>»es tüchtigen Künstlers her; man bemerkt an demselbengut behandelte, aber gleichsam künstlich srisirte Haare,und man glaubt daher, daß sie einen Aufsaz falscherHaare vorstellen. Die Nase ist modern, welches auch ander benachbarten Büste des Bitellius der Fall ist.Die kleine» Auge» an diesen, diken Gesichte stehen ganzausserordentlich weit von einander ab; daS Haar ist nurwenig ansgebohrt, und ohne viel Andeutung Von Loken.Eine äusserst »«dlichc Figur der Victoria ziert ditRüstung; die Falten des Manrels sind zwar gut gtlWangelegt, aber zu häufig. Meyer.