Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
227
Einzelbild herunterladen
 

41 Buch/ Z Kap. 227

aber dessen Werk verkündiget seine Verdienste.^) Sowie im Apollo und im oben beschriebenen Sturzedes Herkules ein hohes Ideal allein, und im Lao-soon die Natur mit dem Ideale und mir dem AuS-dnike erhöhet und verschönert worden: so ist in die-ser Statue eine Samlung der Schönheiten der Na-tur in vollkommenen Jahren/ ohne Zusaz der Einbil-dimg. Jene Figuren sind wie ein erhabenes Helden-gedicht/ von der Wahrscheinlichkeit über die Wahr-heit hinaus bis zum Wunderbaren gesühret: dieseaber ist wie die Geschichte/ in welcher die Wahrheit/aber in den ausgesuchtesten Gedanken und Worten/vorgetragen wird. Das Gesicht zeiget augenschein-lich/ daß dessen Bildung nach der Wahrheit der Na-tur genommen ist: den es stellet einen Menschen vor/ivelcher nicht mehr in der Blüthe seiner Jahre stehet/sondern das mänliche Alter erreichet hat/ und es ent-deken sich in demselben die Spuren von einem Le-ben, welches beständig beschäftigt gewesen/ und durchArbeit abgehärtet worden. ^)

den weithin treffenden, der die Mensche»und Tbicve mit sanften Pfeilen erlegt. DieSchlange am Baumstamme könre immerhin ein Symbolder Arznei sei». Mever.

t) Ein anderer Agasias, ein Solin des Menovhilns,ebenfalls aus Ephesns, wird in einer griechischen In-schrift an einem Basament erwähnt, das aus Asten nachAmsterdam gekommen. (8pon. eruil. .-»ntics. sect.

4, x. isi.) Die Statne aus jenem Basament wurdezur Ehre des Cajus Villienus, Sohn des Ca-ins, eines römischen Legaten, auf Delos von denen er-richtet, welche auf dieser Insel arbeiteten. F ea.

2Z fLessing hat in seinem Laokoon und in den Brie-fen antiquarischen Inhalts mit allem Scharf-sinne, den er besaß, aus dem b or g h e sisch e n Fech-ter einen Chabrias machen wollen. Seine Ansichtensind lehrreich und angenehm, wen gleich irrig. Er sah