Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
222
Einzelbild herunterladen
 

222 Geschichte der Kunst.

genden Dichter malen. Über die Menschheit erh«.den ist sein Gewächs, nnd sein Stand zeuget vonder ihn erfüllenden Größe. Ein ewiger Frühlinz,wie in dem glüklichen Elysien, bekleidet die reizendeMänlichkeit vollkommener Jahre mit gefälliger Ju-gend/ und spielet mit sanfter Zärtlichkeiten auf demstolzen Gebäude seiner Glieder. Gehe mit deinen,Geiste in das Reich unkörperlicher Schönheiten/ nndversuche/ ein Schöpfer einer himlischen Natur z»werden/ um den Geist mit Schönheiten/ die sichüber die Natur erheben/ zu erfüllen: den hier ißnichts Sterbliche»/ noch was die menschliche Dürf-tigkeit erfordert. Keine Adern noch Sehnen erhizenund regen diesen Körper/ sondern ein himlischerGeist/ der sich wie ein sanfter Strom ergossen/ hatgleichsam die ganze Umschreibung dieser Figur erfül-let. Er hat den Python/ wider welchen er znerßseinen Bogen gebraucht/ verfolget/ und sein mächti-ger Schritt bat ihn erreichet und erleget. Von derHöbe seiner Genügsamkeit gehet sein erhabener Blik,wie in'S Unendliche/ weit über seinen Sieg hinnnS:Verachtung sizet auf seinen LipeN/ nnd der Unmnih,welchen er in sich ziehet/ blähet sich in den SWernseiner Nase/ und tritt bis in die stolze Stirn hinaufAber der Friede/ welcher in einer seligen Stille nnfderselben schwebet/ bleibet ungestört/ und sein Augeist voll Süßigkeit/ wie unter den Museii/ die ihnzu umarmen suchen. In allen uns übrigen Bilderndes Vaters der Götter, welche die Knnst ver-ehret/ nähert er sich nicht der Größe/ in welcher»sich dem Verstände des göttlichen Dichters offenba-rete/ wie hier indem Gesichte des SohneS/ und dieeinzelnen Schönheiten der übrigen Götter treten hier,wie bei der Pandora/ in Gemeinschaft zusammen.Eine Stirn des JupiterS/ die mit der Göttin derWeisheit schwanger ist/ und Augenbrauiien/ die durch