11 Buch, 3 Kap. 221
§. ti. Die Statue des Apollo ist das höchsteIdeal der Kunst unter allen Werken des Altertums/welche der Zerstörung entgangen sind. Der Künst-ler derselben hat dieses Werk gänzlich auf das Idealqcbauet/ und er hat nur eben so viel von der Ma-terie dazu genommen/ als nöthig war/ seine AbsichtEinzuführen und sichtbar zu machen. Dieser Apollonbcrtrift all- andere Bilder desselben fo weit/ alsdcr Apollo des HomeruS den/ welchen die fol-
>ven gleich selten mW nur immer auf wenige Tage, nachAutium. Caligula (1,1. i» Lai. c. s.), welcher in An-tium soll geboren sein, liebte diesen Set mehr als irgendeinen ander», und da dieser Kaiser die schönsten Statuenaus Griechenland rauben ließ, so ist nicht unwahrschein-lich, daß er die beiden erwähnten Statuen des Avollovon Belvedere und deß sogenaüten b org h esi sch e»Fechters an dem Orte ausgestellt habe, wohin er denSiz seiner Negiruug zu verlege» Milieus war. Der Kai-ser Hadrianus ließ keine Statueu aus Griechenlandholen, und wiewohl er Antiuni über alles liebteslral, vit, ^ppiloii, l. g. c, 2».), so wurde man ihm den-noch das Verdienst, den Avollo dorthin gebracht zuhaben, nur in dem Falle beilege» können, wen solcher,wie Mengs glaubte, aus lu »ensischem oder c a r r a>rischem Marmor gearbeitet wäre, welches Niseonti(Aus. Pio-Licm, t. I. tav. 14. p-26.) zwar widerspro-chen, späterhin aber (t. 7. x.gZ.) die Möglichkeit zugege-ben hat. Die Sage, daß die Statue des Avollo vonBelvedere aus eiucm Temvel des Äskulapius zuGirgenli nach Karthago, und von da durch Scivi 0 Afri-ka n u s denIunger u nach Rom gebracht worde», schei»taus der Verwechselung dieser Statue mit dem Avollovoll der Hand des Myrou i» Vl.rr. aet. 2. l. j.
c. 4Z.) etttstaiide» zu sein. F e a.
i) lMa» vergleiche den erste» Entwurf dieser vortref-lichen Schildere!, welcher unter dem Nachlaß folgt,u»d cnvas besser ausgearbeitet, an Muzel-Sto sch ge-richtet, in den Briefe» V. 4757.Z