Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
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211
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11 Buch/ Z Kap. 211

Mnien des Sencca;^) diese Münze hat aber we-der er selbst/ noch sonst jemand gesehen; da alsodjc Benennung dieser Köpfe einen so unsicherengründ hat/ ist mein Zweifel wider dieselben ver-mehret worden durch die Betrachtung/ wie es ge-schehen/ daß man bereits bei dem Leben des Ge-nera die Bilder dieses ManneS/ der in schlechterAchtung stand/ dergestalt vervielfältiget habe/ daßsich von keinem andern berühmten Manne so vieleßndcn: den das herculanische Brustbild müßte beiseinem Leben verfertiget worden sein; und die sichin Marmor finden/ deuten alle auf eine Zeit/ wodie Künste geblühet haben. Es ist auch nicht zuglauben / daß der erleuchtete Kaiser Hadrianusj eines so unwürdigen Philosophen Bildniß in seiner! Villa aufgestellet habe/ wo vor weniger Zeit ein^ Stük eines solchen Kopfs von großer Kunst auSge-gmben worden ist/ welches sich bei dem Bildhauer^ BartholomiiCavaeeppi befindet. Ich bin alsoder Meinung/ daß besagete Köpfe das Bildniß ei-nes alteren berühmteren und würdigeren Mannesßnd.2) Es ist hier nicht der Ort für moralische

>) Imag. illu5lr. viicir. n. iZ>. P. 74.

LBifeonti (ZVlus. ?io-eicni. t. z. x.21.) sucht denZweifel» zu begegnen, die der Autor hier über die an-geblichen Bildnisse des Seneea erhoben bat. Erstlichbemerkt er, Faber sei nicht der Urheber dieser Mei-nung/ sonder» habe aus handschristlichen Noten des Ful-vius Ursinus geschöpft, und Von diesem komme ei-gentlich die Meinung, daß jene Kopfe Bildnisse des S k-neea feien, indem erste mit einer Schaumünze (mccl.ig-linne) übereinstimmend befunden, welche damals der Car-dinal Bernardino Mäffei befaß. Urfinus aberfei ein so gelehrter Man und ein so erfahrner Kenneralter Münzen gewesen, daß man an der Nichtigkeit sei-ner Aussage nicht zweifeln dürfe. Zwar sei weder dievon Urfinus gesehene Schaumünze je-o mehr vorhaw