Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
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201
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11 Buch, 2 Kap. 2v l

der Villa Albani und eine in der Villa Panfi-lj stehen. Dem ohnerachtet war mir bedenklich,daß auf diese Weise Phädra selbst dem Hippo-lytuS die Liebe eröfnet hatte, welches gleichwohl,wie sie E uripide S angeführet hat, nicht gesche-hen ist: ich koiite mir auch den Zweifel nicht heben,den mir die kurz abgeschnittenen Haare sowohl dervermeineten Phädra als des HippolytuS erwe-keten, die an diesem so kurz sind, als Mercuri-»S dieselben zu tragen pfleget: den junge Leute die-ses Alters trugen insgemein längere Haare, und anjener Figur sind solche Haare ganz und gar unge-wöhnlich.

§. 33. Da ich nun mit diesem Zweifel von neu-em unser Werk betrachtete/ schien mir ein Lichtaufzugehen, und zwar durch eben den Umstand,welcher bisher unauflöslich schien, nämlich, ausden abgekürzeten Haaren. Ich glaube also indiesem Grupo die erste Unterredung der Elektra mitihrem an Jahren jüngeren Bruder Orestes'zu sehen:den beide konten nicht anders als mit solchen Haa-ren vorgestellet werden. Elektra wollte sich dieHaare von ihrer Schwester Chr»sothemis ab-schneiden lassen, welches man als geschehen anneh-men muß, um dieselben nebst den Haaren dieser ih-rer Schwester auf das Grab des Agamemnon zulegen, als ein Zeichen ihrer forrdauernden Betrüb-niß; und eben dieses hatte bereits Orestes vorhergethan, und ehe er sich der Elektra entdekete;ja dessen Haare, die ChrysothemiS auf gedach-tem Grabe fand, gaben Anlaß, dessen Anwesenheitzu vermuthen. Da sich nun Orestes der Elektravöllig entdekete, fassete ihn diese bei der Hand, undsagete: s-? welches eigentlich in diesem

Grupo abgebildet ist: den Elektra hält mit der' rechten Hand des Orestes Hand und die linke