Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
180
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ISO

Geschichte der Kunst.

Z. Von einen« Werke der Baukunst ausser Rmvon sdeS^I AugustuS Zeiten kan man zwar ntziauf die damalige Baukunst überhaupt schließen;verdienet aber wegen einer ungewöhnlichen Freil«angemerket zu werden. ES ist ein Tempel zu U>lasso in Karien dem AugustuS und der Stadt R»zu Ehren gebauet, wie die Inschrift auf dem Gebälk,anzeiget. Säulen von römischer Ordnung am Por-tale/ ionische Säulen auf den Seite»/ und der Uderselben mit geschnizetcn Blättern nach Art mjKapitals/ sind der Regel »nd dem guten GeschMentgegen. Dieses Gebäude ist indessen nicht das »zige/ wo die Eigenschaften von zwo Säulenordiwgen in einer einzigen vereiniget sind: man siehet«dem kleinern der zwei sogenanten Nvmphäen,«Lago di Castello/ ionische Pilaster mit einer dorisch»Friese; und ein Grabmal bei der Stadt Girgmiin Sicilie»/ welches insgemein dem Tyrannen Thi-ron zugeschrieben wird/ hat auf Pilaster» von ck»der Ordnung nicht allein dorische Triglyphe»/ sondmauf deni Kranze des Gebälkes die gewöhnlichen R«'hen von Tropfen.

§. 16. Der gute Gefchmak fing schon unter i«AugustuS an in der Schreibart zu falle»/ und schci>net sich sonderlich durch die Gefälligkeit gegen denMä cenaS/ welcher das Gezierte/ das Spielendemddas Sanfte der Schreibart liebete/ cingeschlichcn;»habend) Überhaupt saget Tacitns/ daß sich nachder Schlacht bei Aetium keine großen Geister imhrhervorgethan habend) In genialeten VerzienuM

1) Oescrixt. ot tlie Last. vol. 2. xart. 2. x. 61.xl. 55.

2) Lueton. !n e. 66.

lirndosclil Ltoris äella ital. t. 1. xiart. 3. ! ^c. 2. Z. 2v. Fea,

3) Ilist. 1. 1. e. i.