Buch/ 2 Kap.
gestochen hat/ noch eines übrig ist/ in der Villa Al-licri/ nämlich ÖdipuS mit dem Sphinxe. Ins-gemein glaubet ma»/ eS seien dieselben alle zernich-tet/ »nd diese» hat sich auch Wright berichten las-sen. Hn dem oberen Theile dieses Gemäldes siehetM» einen Menschen mit einem Esel/ welche Var-toli als etwas nicht zur Sache Gehöriges weggelas-sen hat; und dieser Esel ist hier das Gelehrteste.Den Odi» uS lud den Sphinx/ nachdem derselbesich von dem Felsen gestürzet hatte/ auf einen Eselund brachte also nach Theben den Beweis von derAuflösung des Räthsels.
§> 13. Wen man über dieses und über ähnlicheEtüke Malereien richtig urtheilen will/ muß man zu-gleich überlegen/ daß die Großen in Nom nicht al-lein Grabmale/ sondern auch andere Gebäude durchihre eigenen Maler/ die ihre Freigelassenen und inihrem Dienste waren/ auSzieren ließen. Ein solcherfreigelassener Maler findet sich unter den kaiserlichenBedienten angemerket in dem Verzeichnisse auf einerMrmortasel/ die in den Trümmern des alten An-tium von dem Herrn Cardinal Alexander Albanientdeket worden ist/ und izo in dem Museo Capi-tolino stehet. 2) Die Kunst in den Händen derFreigelassenen kan als eine von den Ursachen desVerfalls derselben in Rom angesehen werden/ überwelche PetroniuS Klagen führet/ sogar daß er vor-gibt/ eS habe die Malerei/ wie dieselbe unter denGriechen geblühet/ zu seinen Zeiten nicht die geringsteSpur von sich nachgelassen. 2)
1) 8ckol. Qll 7.
2) Vulpii l'sl). illuTti'. p. 17.
3) p 21. eäit. ne m/-