Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
178
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178 Geschichte der Kunst.

tinS SylvainiS/ der zugleich mit dem August»;Consul war/ gebauet worden: vor demselben stehe»zwischen Halbsänlen die Grabschriften. Die i» derMitte und mit größerer Schrift enthält das Gedü'chl-niß des Erbauers selbst/ und eine Anzeige seiner ver-walteten Bedienungen/ seiner Feldzüge/ und das A»-denken des TriumphS/ welchen er nach dem Siezeüber die Jllyrier hielt: eS endiget sich dieselbe mit de»Worten: vixir. ix. Wright saget in seine»Reise»/ daß er nicht begreifen könne, wie ein Mnach so großen Verrichtungen/ und sonderlich ein C«»-sul/ sagen könne: daß er nur neun Jahre gclcktbabe; er glaubet/ eS mnße vor der Zahl ix das feh-len/ so daß er neun und fünfzig Jahre gelebet habe,')Er irret sich aber mit Andere»/ die eben der Meinungsind; eS fehlet nichts an der Zahl/ und die Buchst«-den nebst den Zahlen/ die eine gute Spanne lang sind,haben sich sehr wohl erhalten. Mareus PlautiuSrechnete nur diejenigen Jahre/ welche er in Ruhe mfseinem vermuthlich nahe gelegenen Landhause zuge-bracht hatte/ und schäzete das übrige vorhergehendeLeben wie für nichts. Eben so lange lebete KaiserDioeletian us auf seinem Landhause bei Salmin Dalmatieii/ nachdem er sich der Regirung gänzlichbegeben hatte. SimiluS/ einer der edelsten Rönmzu der Zeit des Hadrianus/ ließ eben so auf sei»Grab sezen/ daß er so und so alt geworden/ nnd siebenJahre gelebet babe/ das ist: so lange derselbe «nfdem Lande die Ruhe genossen hatte.

§. 12. Bei dieser Gelegenheit merke ich an, imvon dem Grabmale der Nasone»/ zu welchem Ge-schlechte OvidiuS gchörete/ von verschiedenen da-selbst gefundenen Gemälde»/ die Sante Bartoli

») l'ravels, 369.'

2) XipkIIili. In ^.6i-!ano. x. 266