14» Geschichte der Kunst.
den - daß dieses Gesäß nicht zu Rom gearbeitet, so»,dern anderwärts her und also vermuthlich aus Grie-chenland gebracht worden, und durch einen Zufall ingedachtem Hasen versenket geblieben. ES ist an die- !sem Becher besagetes Urtheil uugemcin zierlich rund sumher in kleinen Figuren gearbeitet, und zwar s«,wie nach der Fabel PallaS die Stimmen der Nich-ter gleich an der Zahl machete/ um den Beklagte»loszusprechen, weil die Gleichheit der Stimme» ft- Iwohl in diesem Gerichte, als iu anderen, zum Ni-sten des Beschuldigte» entschied. Diese Göttin wirftetwas in ein Gesäß, welches auf einem Tische stehet,und eben so ist dieselbe auf dem Stiike eines erhobe-nen Werks im Palaste Giustiniani vorgestellet.Hch habe diesen Becher unter meinen Denkmale»zuerst in Kupfer bekant gemachet,^) beschrieben, er- ^kläret und gezeiget, daß die Form dieses Gefäßes dmBecher des Nestors beim HomeruS ähnlich sei))Den die getriebene Arbeit ist die äussere Umkleidmizdes eigentlichen glatten und nicht gefchnizeten Be- 'cherS, welcher herausgezogen und hineingesezet wird,und so genau in das äussere und erhoben gearbeiteteFutter passet, daß man das dopelte Werk dieses Be-chers, ohne es zu wissen, nicht leicht entdeket. Hier-durch wird erkläret, was beim HomeruS
, auch das ist: ein Be-
cher, der von einem anderen umgebe» iß,genennet wird. Selbst die Alten haben sich über-die Form dieser homerischen Becher nicht verglei-chen können, wie wir aus dem AthenäuS sehen,
t) lNumero l 51.^1> 2) 1^. ?. XXIII. v. 6.6.
z) II-. V, 66Z.
4) I/. 11. c. 14. », >oZ.Z