Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
147
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11 Buch, 1 Kap.

Verstorbenen auch in früheren Zeiten in Gräbern auf-gestellet worden/ beweiset die Nachricht von der Sta-tue des EnniuS/ die in das Grabmal der Sci-pionen an eben dieser apvischen Straße gesezetwar. i) Was den Styl betrift / so bemerke ich in denKöpfen eine gewisse kleinliche Süßigkeit nebst stumpfenund rundlichen Theilen/ die in höherer Zeit der Kunst-auf welche man vielleicht aus der Form der Buchsta-ben der Inschrift schließen könte/ schärfer/ nachdrükli-cher und bedeutender gehalten sein würden.

§. 15. Es war jedoch die Kunst nicht gänzlich ausGriechenland entwichen/ ob sie gleich zu schmachtentmstng; die Liebe des Vaterlandes hatte einige be-rühmte Meister daselbst zurükbehalten/ unter denen/zu den Zeiten des großen Pompeius/ ZopyruS/ein Arbeiter in Silber/ wie Pa sit eleS war.Daßdieser Künstler in Griechenland gearbeitet habe/ isteine Muthmaßung, die sich auf folgende Nachrichtgründet. Plinius gedenket unter den WerkenteS Zopyrus zween silberner Becher von getriebe-ner Arbeit/ und unser Scribent gibt sogar all/ wiehoch diese Gesäße am Gelde gefchäzet worden; aufdem einen waren die Areopagiten vorgestellet, aufdem anderen das Urtheil des Orestes vor demZlreopagus. Diese lezte Fabel ist auf einem sil-bernen Becher/ von etwa einem Palm in der Höhe/ivelchen der Herr Cardinal Neri Corsini besizet/«boben gearbeitet/ den man diesem Zop»ruS zu-schreiben könte/ und da derselbe unter dem PabsteBenedietuS XIV. bei Ausräumung des Hafens deralten Stadt Antmm gefunden worden/ ist zu glau-

>) I.iv. I. ZS. c. 56-

2) plin. I. zz. c. 12. 5c>ct. !>?. ^Pasiteles arbeitete nieanders, als »ach einem Modell, was Plinius ausdrük.licli anführt.Z

3) Ii. c.