Geschichte der Kunst.
Korbt/ welchen eine Karyatide über Lebensgrößeauf dem Haupte trägt/ also eingehauen stehen:
xpii'QN ic.^iLH0I
Diese Karyatide wurde nebst einer anderen linddem Sturze von einer dritten Karyatide entdekctimJahre 1766 in einem Weinberge des Hauses Stroz-zi/ etwo zwo Miglienvon dem Thore St. Sebastianentlegen/ und jenseit des betauten Grabmals derCäeilia Metella/ des reichen CrassuS Frau,und zwar auf der alten appischen Straße. Danun diese Straße auf beiden Seiten mit Grabmalmbesezet war/ von welchen einige mit Lustgärten »ni>kleinen Villen vereiniget waren/ so wie wir von demGrabmale deS HerodeS AttieuS aus den noch er»haltenen Inschriften desselben wissen: so wird mit je-nen Statuen entweder ein uns unbekantes Grabmaleines begüterten Römers/ oder dessen Villa/ die zudem Grabmale gehörete/ auSgezieret gewesen fein.AuS eben diesem Orte der Entdekung/ und vielleichtauch aus dem Style der Arbeit dieser Statuen schließeich muthmaßlich auf die angegebene Zeit/ von welcherwir reden. Den da diese Statuen als Karyatiden,deren vier oder eine gerade Zahl gewesen sein mü-ßen/ gedienet haben, das Gebälk eines Zimmers zutragen/ entweder in dem Grabmale selbst/ oder in derzugehörigen Villa: so ist zu vermuthe»/ daß dieselbenfür den Ort/ wo sie gestanden/ gemachet und nichtauswärts hergeführet worden. Grabmale aber vonsolcher Pracht und mit solchen Statuen besezet/ schei-neu nicht vor dieser Zeit errichtet zu sein; ich redevon Statuen dieser Art: den daß die Bildnisse der