Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
139
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11 Buch, 1 Kap.

Vesajung verstöreter oder verödeter Städte, sendeteer auch eine Cvlonic nach Korinth, und ließ diese

jenem Barbier eine Statue in Alerandria, wo die Ber>schwörung war, oder in Rom errichtet worden, so istdennoch nicht zu glauben, daß dieses die oben genantesei, weil der St»l der Arbeit aus bessere Zeiten hindeu-tet, und weil an derselben auch nicht das geringste Keil,zeichen zu finde» ist, welches auf jene Begebenheit oderaus die Person des Barbiers anspielen könte.

Annehmbar scheint die Meinung des Leonardo Ago-stini ct>ronvv, 'skessur. !>nti<>. t> 2. t!>k. gg.),

welchem auch Winekelma» (Denkmale, Numero42.l Th. t7 K.) folgt, daß die Statue des sogenantenSchleifers denjenigen Skuthen vorstelle, welchemApollo befahl, den Mars»as zu schinden, und daß siezu einem Grupo von medrern Statuen gehörte, welche die<se Geschickte vorgestellt hat. Den aus den verschieden Sta-tue» des a» den Baum gebundenen Marsyas, von wel-chen sich eine i» der Nilla Medici, jezo zu Florenz,und zwei in der Villa Albani befinden, läßt sich ver-muthen, daß jenes Grupo im Altertume berühmt war,und oft wiederholt worden. In ähnlicher Stellung mitjenem sogenanten Schleifer, jedoch bekleidet, erblikt mandiesen Skvthen aus dem von Wi» ckel m a n in den Denk-malen, Numero 42, erklärten Basrelief, wie auch ander Seite eines Sarkophags, welcher unter dem Porti-kus vor der Kirche St. Paul ausser Noni steht. DasHaupt des Schleifers zu Floren», worin Lanzi Furchtund die eigentümliche Mine eines Spions zu fehen glaubt,hat vielmehr die Richtung gegen den Marsuas u»ddrnkt eine Mifchung von Bergnügen u»d barbarischerWildheit aus, wie an den Figuren des Skiithen auf denangeführte» Basreliefen ebenfalls bemerkbar ist, und wiederselbe auch au» einem alten Gemälde (plülostr-n. Icon.2. p. g65.) vorgestellt war. Das Messer ist gewiß nichtzum Bartfchereu, wie Lanzi will, sondern zum Schin-den, obschon dieser Gelehrte solches ohne Ursache laug-»et; es ist auch von den Messern auf den vorerwähntenund andern alten Denkmalen nicht sehr verschieden. We-nig haltbar scheint auch die Meinung derer, welche in