Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
140
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i4o Geschichte der Kunst.

Stadt wiederum aus ihren Trümmern aufbauen,!)wo man damals die Werke der Kunst der verstöretcnStadt ausgrub, wie ich im ersten Kapitel des erstenTheils dieser Geschichte angeführet habe.'^) Ver-muthlich ist eine große und schöne Statue des Nev-tunuS/ die vor etwa zwölf Jahren zu Koriuth nebßeiner sogenanten Juno ausgegraben worden, entwe-der zu Julius Cäsars Zeiten, oder doch nichtlange hernach, verfertiget. Der Styl der Arbeitdeutet auch etwa auf diese Zeit, und aus demselben,noch mehr aus der Form der Buchstaben in einergriechischen Inschrift auf dem Kopfe eines Delphinszu den Füßen der Statue, ist erweislich, daß ste nichtvor der Zerstörung der Stadt gemachet sei. Die

dieser Statue denjenigen abgebildet glauben, welcher dieVerschwörung des Catilina, oder die der Sohne desBrutus, oder die der Pisonen entdekte. (0<m,ÄIus, k'Ivrent. Lllllue, tsl>. g5 — 96. Aalsei, raccvlia ALlatile, tav. 41.) F e a.

Hinsichtlich auf Weiches, Fleischiges und charakteristi-sche Mannigsaltigkeit der Arbeit an den verschiede«»Theilen ist dieses Denkmal eines der vorzüglichste». DieHaare satten sehr natürlich in unordentlichen Loten m»den Kops, scheinen los und beweglich; das den Rükendekende Fell ist nicht weniger gut ausgesührt. Die Au-gensterne stnd vertieft. Erhalten hat sich dieses DenkmalVortreslich, der größte Theil desselben ist noch so unver-sehrt, als da es aus der Werkstätte kam. Nur ein klei-nes Nandstük vom Felle, die Nasensvize nebst dem Ge-lenke der rechten Hand, und über demselben ei» etim -iZoll breites Stllk des Armes, stnd modern; vielleicht kanauch der Zeigefinger der rechten Hand neu sein, so wieder Dann,, der Zeige-und Mittelfinger der linken Hand.Aber diese Restaurationen stnd ausserordentlich gut gear-beitet, und ohne Zweisel von einem der besten Meisterneuerer Zeit. Me»er.

1) pausaii I. 2, c> I, Strad. I> L. c, 6, Z--Z.Meyer.

2) sj B. 2 K. -i §.)