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6 (1825)
Entstehung
Seite
138
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438 Geschichte der Kunst.

und da viele Gestoke auf einander gesezet wurden,mit ihren Säulengängen, und mit langen Reihenvon Zimmern/ die kostbar ausgezieret wurden: so wa-ren vieler hundert Künstler Hände beschäftiget. Vondem berüchtigten Clodius wurde sein Haus mirmehr als vierzehen Millionen Gulden erkaufet.

K. 10. Endlich nach so vielen prächtigen Römernzu der lezte» Zeit der Republik gab Julius Cäsarsowohl an Pracht als in der Liebe zur Kunst nie-manden etwas nach. Er machete große Samlungengeschnittener Steine/ elfenbeinerner Figuren und vonErzt sowohl als von Gemälden alter Meister/ undbeschäftigte der Künstler Hände dnrch die großenWerke/ die er in seinem zweiten Consulate errich-tete.^) Er ließ sein prächtiges Forum in Nombauen/ und zierete schon damals Städte nicht alleinin Italien/ Gallien und Spanien/ sondern auch inGriechenland mit öffentlichen Gebäuden/ die er a»feigene Kosten aufführete. Z) Unter den Colonien zu

>) ?Iin. I, Z6. c> 16. sect.24. 0.2.

sNach Plinius i4,S00,000 Sestertii/ der SesttrtiuSzu 6 Kreuzer, 1/480,000 Gulden rheinisch. Also um «inKleines weniger, als oben steht.)

2) Luet, in lüscs, c, 47,

Z) Wir würden ei» schönes Denkmal aus dieserZeit haben,welches uns zugleich einen sehr vortheilhasten Begris vonder damaligen Kunst zu geben im Stande wäre, wen >viruns überzeugen könten/ daß die berühmte Statue in Fwrenz, der sogenante Schleifer (l'srroüno oder ron-uo-1-e), den Barbier des Julius Casar vorstelle, welcherdie von Achillas und Pothinus gegen JuliusCäsar gemachte Verschwörung entdekte. (plutarcli. iaLsss. c, 49,) Lanzi, in der Beschreibung der großhcr> ^zoglicheu Gatteric zu Florenz ( c. >4. p, 174,)/ scheintdieser Meinung zu sein. Aber selbst angenommen, daß