iZ6 Geschichte der Kunst.
der König in Ägypten/ Theoklymenes/ verliebtwar/ um ihre Flucht mit dem Menelaus zu ver-bergen/ ließ eine erdichtete Botschaft von dem Todedieses' ihres Gemahls bringen, und gab vor/ daß/ daderselbe auf dem Meere gestorben sei/ sie demselbe»auf dem Meere selbst die lezte Ehre erweisen müße,welches ihrem Vorgeben nach/ wie bei einem wirkli-chen Leichenbegängnisse zu halten sei/ wo das ledigeBett des Verstorbenen getragen wird/ u. s> f. >)Dieses scheinet der längliche Kasten zu bedeute»/welcher von vier Personen/ wie ein Sarg auf derBahre/ getragen wird; und Helena könte die weib-liche Figur sein, die vor diesem Zuge auf der Erdesizet. Der König gab ihr zu dieser Absicht ein aus-gerüstetes Schif/ welches auch hier am Ufer hält.Unterdessen stellete der König in Ägypten Befehlenseine Unterthanen/ daß die künftige Vermählung mitder Helena schon im voraus mit fröhlichen Braut«liedern sollte besungen werden^) welches durch die jtrinkenden und spielenden Figuren in einer offene»Laube tönte vorgestellet sein. Man hat auf diesemMusaieo bisher nicht herausbringen können/ was dasWort bedeute/ welches unter bei einer Ei-
dexe stehet/ weil sich einige Steinchen/ die diesesWort zusammensezen / verrüket haben. Es heißet
und ist das Adjectivum vonwelches Wort auch ein Maß von anderthalb Fußanzeiget. Man muß also lesen nuxr^io?,
eine Eidexe von anderthalb Fuß; und ehc»
1) IZelen. v. 1263 et 1461.
2) Ikiä. v. 1.
Z) Visconti (Mus. ?io-OIem. t. 7. p. 92.) glaubt, daßdiese Musaik auf die römische Geschichte Bezug habe,und vielleicht den Augustus als Eroberer von ÄgyM >vorstelle. Meyer.