11 Buch/1 Kap. 131
det sei; sondern ich bin der Meinung / daß der Kunst«ler hier die dem Achilles wiedergegeben e Bri-se, 6/ und die Versöhnung des Agamemnonmit demselben vorgestellet habe.
Griechischer Geschmak und griechische Kunst scheintliier schon den römischen Geschmak in etwas veredelt zuhaben, und man würde glauben, daß dieses Denkmaleiner weniger entfernten Zeit angehöre, wcii nicht dieInschrift anzeigte, daß es aus dem sunsten JahrhunderteRoms und folglich das älteste unter allen beschriebenenDenkmalen des römischen Altertums ist. Die Inschriftist älter, als die auf den Lucius Scivio, feinenSohn, welche gleichfalls in Peverino eingegraben ist;auch älter als die Inschrift auf den Duilius, da die-ser 40 Jahre »ach dem Scivio Barbatus Consulwar. Neben diesem Sarge war noch ein anderer, wel-cher, wie der aus dem Dekei bezeichnete Name lehrt,die Asche der A. Cornelia, der Tochter des Cn.Cornelius Scivio Hisvallus enthielt. In ebendiesem Grabmale wurde auch ein unbekanter mit Lorbeerbekränzter jugendlicher Kovf gefunden, und ein kleinerKopf Daumens hoch, aus gebraiiter Erde, welcher eine»alten Man ohne Haare und ohne Vart vorstellt. Zea,
I> Der fogenante Schild des Scivio im Antikenkabi»net der königlichen Bibliothek zu Paris ist »ach Mil-lin (Uonllm. ant. ineci t. i, p. kg — g6, pl. —>>.)eine im Jahr l656 bei Avignon in der Rhone gefundenerunde Schale von Silber, welche in Aniehung ihrer Größezu den vornehmsten unter den wenigen aus Silber ge-arbeiteten Denkmalen gehört, den der Durchschnitt desUmkreises beträgt 26 Zoll französische» Maßes, u»d dasGewicht des Silbers ist 42 Mark, Millin stimt inder Erklärung der getriebenen Figuren aus dieser Schaleim Ganzen mit Winckelman nberein; indessen erhelletklar aus der angebrachten Architektur, so wie aus demSt>>l der Figuren, daß es eine Arbeit aus den Zeitendes sinkenden Geschmaks ist. Meyer.