430 Geschichte der Kunst.
Vorrede zu meinen alten Denkmalen angefüh-ret habe/ ganz und gar nicht/ daß auf demselben dieEnthaltsamkeit des älteren Scipio abgebil-
ist nicht minder gewiß, daß dort Statue» und Denkmalevon ihm waren, und es ist wohl glaublich, daß die Be>wohner von Liternum sein Vildniß zu haben wünscht»,da sie so lange mit ihm gelebt, und sich durch den Beßzdieses Bildnisses geehrt glauben mußten, viel mehr aizdurch das Bildniß des ander» Scipio, von dem ma«nichr weiß, ob er jemals in jenem Lande und ant jenerVilla gewesen. Wir haben auch keinen Grund zu glau,den, daß in derselben Villa Begräbnisse von and«»Seipionen gewesen, und am wenigsten das deS zwei,ten Africanus, Vielmehr können wir das Ge>gentheil annehmen, weil kein Autor dieses berichtet,sondern alle nur sagen, daß der erste Africanuzdort begraben lag; Strabo wurde nicht unterlasse»haben, Liternum noch mehr zu »reise», wen auch derzweite Asrieanus dort begraben gewesen. Firmlassen die vielen in dem Grabmal der Seivione»!«Rom gefundenen Inschriften, und besonders die auf denVater des jünger» Africanus, mit Gewißheit «>muthen, daß dort das gemeinsame Begräbniß der Familiewar. Man findet diese Inschriften mitgetheilt in dirrömischen Anthologie. (Nvmana , t> li>
II. ^9. Jnno 1760. z,. ZL7. t. 7. 11. 43. anno 1781. x.Z77. t. L. n, Zi. aniiv >782. p, 244. n, Z2, p. 24g,t. 9 n. 17. snno 1 7ZZ. zi. 167. n. 26. p. 227.) In dem8 Bande, S, 249, wird der in erwähntem Grabmal aus,gefundene Sarg des Seivio Barbatus beschriebe»,Er ist aus dem dichtesten Peveriuo, tZ Palm lan>>, 6hoch, und 5 breit. Die gemeine Steinart an diesemDenkmal wird vergütet, theils durch die Inschrift, welchehinsichtlich auf römische Geschichte und alte Geogravhiewichtig ist, theils durch geschmakvolle Srnamente; deii eShat weniger die Gestalt eines Sarges, als die einesschönen Basaments, das Gesims mit Zahnschnitten »er«ziert, und unter demselben eine Art Friese mit Trigwphen, in deren Zwifchenräume» zierliche Nosen ang!«bracht sind.