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Geschichte der Kunst.
§. L. Damals aber und vor den Zeiten derTriumvirate wurde die Kunst der Griechen durch diebei den Römern erwekete Liebe zu derselben zwar ge-schäht und geehret/ konte aber in der Mäßigkeitder Sitten/ und als die Armuth annoch ihr großesVerdienst hatte/ nicht sonderlich befördert und auf-gemuntert werden, l) Da aber die bürgerliche Gleich-heit aufgehoben wurde durch das Übergewicht einigerBürger/ die durch Macht/ durch Pracht/ und durchGeschenke den revublicanischen Geist in Anderen j>iunterdrüken trachteten / entstanden endlich die Trium-virate/ oder die Verbindungen unter dreiPersonen/ die nach eigener Willkür schalteten.Unter diesen und in dem ersten Triumvirate ißSylla der erste/ welcher Rom despotisch regireteund wie andere Bürger vor ihm gethan hatten/
j) Eine Beschreibung des alten Roms und des daselbst her,sehenden / von den schönen Künsten abgewandten CinneS,gibt Plu tarchus im Leben des Marcellus,
Auch Sallustius tLe». Latil. c, 12.) rühmt die Weiseder Norsahre», welche die Tempel der Götter durchFrömmigkeit/ und ihre Häuser durch Thatennchm ins,schmükten/ und den Besiegten ihre Habe und Bestztümerließen. Mit bitterer Ironie tadelt der strenge altglii»bige M- Porcius Cato (l^iv I. Z^, c. 4.) dieVorliebcseiner Zeitgenossen sur griechische Kunstwerke. I. Z-j,c. 6. -"'ct. 14,) Selbst Plinius (I. Z5 c. 12. sect. 4i.46.) preiset die alten Zeiten/ wo man die Götter inwenig kunstreichen Bildern verehrte. Cicero scheutesich noch zu seiner Zeit/ öffentlich und vor dem Volkefür einen Kenner der griechischen Kunst zu gelten; under spricht daher in der vierten Rede gegen den VerreSvon den griechischen Kunstwerken / als kenne er sie uurdurch Hörensagen In den bestimtesten Umrissen wirddas altrömische Wesen/ im Gegensaze mit der spätere»Zeit und mit der ariechischen Liebe sür Kunst und Wis>sensckast, von Ntrgi l (/Lu. I. 6. v. ö-iS.) bezeichnetMeye r.