11 Buch, 1 Kap. 429
Z.-j. Was den vermeineten Schild bctrift/ soglaube ich vermöge der Gründe/ die ich in dem Ver-suche der Allegorie ^§.61.^ sowohl/ als in der
Blüthe der Jugend, und ungefähr 2? Jahre alt; denals er seinen Vater rettete, im Jahre Roms 5Z4, zählteer ungefähr l7 Jahre. Als er nach Afrika gekommen,fing er vielleicht an, sich wegen der großen Hize in die-sem Lande das Haupt und den Bart zu scheren, undzwar weuigfiens im Jahre Roms 54? , oder auch schonfrüher, da sich in dem eben genanten Jahre die So» h o-nifbe durch Gift das Lebe» nahm. Aus demPlinius,durch dessen Zeugniß Winckelman beweisen will, daßdie genaiiten Köpfe den zweiten Africanus vorstel-len, läßt sich »ichts weiter folgern, als daß dieser zuerstsich alle Tage geschoren habe; allein hieraus läßt sichnicht schließen, daß andere sich nicht schon vor ihm ge-schoren haben, und besonders A sr i canns der Ältere,da Winckelman selbst berichtet <8 B. 4K l?§>),daß der Conful M> Livius, welcher ein Zeitgenosse desälteren Scipio war, sich aus Berdruß von Romentfernte, im Jahre 544, und feinen Bart wachsen las-sen, sich aber denselben abgenommen, da er von demRathe bewegt worden, wieder zu erscheinen. Die Er-klärer der herculanischen Gemälde, S. l4ll, haben Un<recht, wen sie aus dem Plinius (>.7. c. 5g. soct.Sg.) und aus dem Gellius (I. Z. c. 4.) beweisen wollen,daß das Bartscheren zu den Zeiten des älteren Afri-canus nicht üblich gewesen; Gellius sagt nur, daßAsrieanus der Jüngere von seinem vierzigstenJahre an sich den Bart geschoren, und daß um diese Zeitdie vornehmen Römer von demselben Alter dasselbe ge-than.
Der Von Fabri angesiihrte Grund, daß der er-wähnte Kopf aus Bafalt in Liternum gefunden worden,ist nicht fo verächtlich, wie Winckelman und Anderewähnen. Es ist gewiß, daß der ältere Africanusdort feine Villa halte, wo er eine große Zeit verlebte,»nd wahrfcheinlich starb und begraben wurde, I.
ZL. c. 56. ölrab, l> 5. p. Z72. Scnec. cxisl. gg.) Es