Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
108
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508 Geschichte der Kunst.

Z. 26. Die griechische Kunst aber wollte in ÄM.ten, als unter einem ihr fremden Himmel nichtWurzel fassen / und sie verlor unter dem Prachte a»den Höfen der Gele uciden und P tol cm äer vielvon ihrer Größe und von ihrem wahren Verständ-nisse. In Großgriechenland, wo dieselbe nelst derPhilosophie des Pytbagoras und des Zeno vonElea, in so vielen freien und mächtigen Städtengeblühet hatte, erfolgete ihr gänzlicher Fall, undsie wurde endlich durch die Waffen und durch dieBarbarei der Römer gänzlich vertilget.

§. 27. In Asten und an dem Hofe der Königein Syrien, erging cS der griechischen Kunst, wiewen ein Licht, ehe eS ans Mangel der Nahrung m>löschet, vorher in eine helle Flamme auflodert, undalSdaii verschwindet. AntiochuS IV, der jüngereSohn AntiochuS des Großen, welcher seinemälteren Bruder Selenkus IV. in der Reginnigfolgete, liebete die Ruhe, und suchete seine Tagewohllüstig zu genießen; die Kunst und die Unterre-dung mit den Künstlern war seine vornehmste Be-schäftigung; er ließ nicht allein für stch, sonder»auch für die Griechen arbeiten. In dem Tempeldes Jupiters zu Antiochia, welcher ohne Dekegeblieben war, ließ er dieselbe nicht allein vergoldetmachen, sondern auch alle Mauern inwendig mitvergoldeten Blechen belegen,^) und in demselbeneine Statue der Gottheit, in der Größe des olym-pischen Jupiter des PhidiaS/ sezen. 2) Der

5, wen die Keeper der Kaiser verbrant wurden/ sezelmv die Ritter diese Larven über ihr Gesicht/ um ihre be-rühmten Vorfahren vorzustellen." Meyer.

1) !. 5. c. 4. 1. 26. c. 10. Meyer.

2) 1. 41. c. 20.

3) I. 22. c. i3.