Geschichte der Kunst.
jettige, auf welcher der Riese Geryon erdrükctworden,und in der Länge und Stärke der Schen-kel finden wir den unermüdetcn Helden/ welcher denHirsch mit eherne» Füßen verfolgete, und erreichet,und durch unzählige Länder bis an die Gränzen derWelt gezogen ist.
§. i?. Der Künstler bewundere in den Nmrisscndieses Körpers die immerwährende AuSfließung einerForm in die andere« und die schwebenden Züge, die»ach Art der Wellen sich heben und senken, und ineinander verschlungen werden: er wird finden, daßsich niemand im Nachzeichnen der Richtigkeit versi-chern kan, indem der Schwung, dessen Richtung mannachzugehen glaubet, sich unvermerkt ablenket, unddurch einen andern Gang, welchen er niiiit, das Augeund die Hand irre machet. Die Gebeine scheinenmit einer fettlichen Haut überzogen, die Muskelnsind feist ohne Überfluß, und eine so abgewogeneFleischichkeit findet sich in keinem anderen Bilde:ja man könte sagen, daß dieser Herkules einer hö-hern Zeit der Kunst näher komt, als selbst derApollo.^) ES befinden sich in der prächtigen Sam-
tvi'at. t. l. xrem. pari. clinp. p, 87.) will gefundenhaben, daß Raphael in demselben diese Stellung ge>sehen. Winckelmaii.
t) Geruon wurde von Herkules durch einen Pseilerschossen, s^pollol?. !. 2. c. ü. sect. 10. K. 7 ? Essollte ?l n t ä u s heissen l. c. setn.11. Z. 6 ),
wie auch Fea richtig im Texte geändert bat. Me»cr.
2) Gewisse Vergebungen der Scril'enten verdienen kam»bemerket zu werden, wie diejenige ist/ welche Le Com-te (Caliin. lle!, RinAuInr. llt. 1. ^>. l6. - machet,bei welchem der Nildhaucr des Torso Herodotns vonSieyou heisset. Pausanias ück
c. Sq. x. 117.Z gedenket eines Herodotns Von Sl»n>tlius, aber niemaud kennet einen Bildhauer dieses?!>?