10 Buch/ 3 Kap.
der hundert und fünf und vierzigsten ÖlympiaS/ hun-dert und vier und neunzig Jahre vor der christli-chen Zeitrechnung; und es' ist glaublich/ daß Pli-niuS diese Olympias/ nicht aber die hundert undfünf und fünfzigste gefczet habe/ weil er berichtet/daß die Künste in derselben wiederum zu blühen an-gefangen, i) Den in der hundert und fünf undfünfzigsten waren die Römer als Feinde in Grie-chenland; die Künste aber können ohne eine beson-dere glükliche Anscheinung niemals emporkommen.Bald hernach wurde den Griechen ihre Freiheitdurch den Paulus Ämilius bestätiget. Die Zeit/in welcher die Künste in Griechenland niedergeleget?/wird gewesen sein/ wie die Zeit vom Naphaelund Michael Angelo bis auf die Caracei. DieKunst stel damals in der römischen Schule selbst ineine große Barbarei/ und auch diejenigen Künstler/die von der Kunst schrieben/ als Vasari und Zue-cheri/ waren wie mit Blindheit geschlagen. DieGemälde der beiden größten Meister in der Kunstwaren in ihrem völligen Glänze/ und im Angesichtsderjenigen gemachet/ die/ wie ihre Arbeit zeiget/ nie-mals ein aufmerksames Auge auf dieselben gerichtet/und keine einzige alte Statue betrachtet zu habenscheinen. Dem älteren Caracei gingen in Bolognazuerst die Augen wiederum auf.
i) I.. 33. c. 3. sect. 19. n. 1.
Nimt man mit Heyne an, dast die Evvchen der Künst-ler beim PliniuS blos Auszüge aus historischen Wer-ken sind / wo am Ende von bedeutenden Abschnitten inder politischen Geschichte auch Künstlernamen ausgezeich-net waren/ die ungefähr um iene Zeit blühte», so hatdes Autors Behauptung keinen guten Grund.
Nach Corsini (kasti ^.ttic, t. 4. x. io>.) wurden dieGriechen im t Jahre der 146 Olympiade von den No-mern für frei erklärt/ IS6 over Jahre vor ChristiGeburt. Me»er.