Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
74
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Geschichte der Kunst.

gcte dieselbe aber nicht gleichen Ruhm mit der mÄgvVten neu gepflanzeten griechischen Kunst! ver-muthlich weil Seleueia, die neu angelegete Haupt-stadt/ wohin diese Könige von Babylon ihre Resi-denz verlegete»/ und also der Siz ihres Reichs 'in dem Herzen von Asien gelegen/ zu weit vonden übrigen Griechen entfernet war/ wo es denKünstlern kan ergangen sein/ wie cS noch izo mitdenen geschiehet/ die sich von Rom/ dem heutiMSize der Kunst/ entfernen/ und nach und nach sin-ken und sich verschlimmern/ weil ihr Geist und ihreEinbildung der Nahrung und der schönen Bilder be-raubet ist. Ägypten hingegen hatte von Alexandrienans'/- vermittelst der See/ und durch die Schiffahrtund den Handel die Gemeinschaft mit den Griechenoffen/ uns die Künstler konten in weniger Zeit/ iva»ihnen aus Giechenland nöthig war/ erhalten/ wo-zu sich nicht gleiche Bequemlichkeit nach Seleucienfand. Daß die Entlegenheit des SizeS der Selcn-eiden/ und die Entfernung desselben von dem Mee-re und also von den Griechen/ die Ursache des gerin-geren Fortgangs der griechischen Kunst in dortigenLändern gewesen sein könne / wird wahrscheinlich durchden Glanz/ mit welchem in folgenden Zeiten die Kunßan dem Hofe der Könige von Bithynien und Pcr-gamuS/ sehr eingeschränkten Staaten des ionischenÄsienS/ aeblühet hat/ wie unten wird gedacht wer-den. Unter den Künstler»/ die sich an dem Hofeder ersten Selen ei den berühmt gemachet/ ist un-HermokleS von RlioduS durch die Statue deSschönen KombabuS bekant.

Was beweiset mm diese Aufschneiderei hier für unser«Verfasser? Wni sie ja etwas beweiset, so beweiset siegerade das Gegentheil. Lessing.

») I-ucian. <Ie <!e» c. 26.