70 Geschichte der Kunst.
von de» ersten und besten Künstlern/ welche ausGriechenland nach Alexandrien gingen/ gearbeitet,Ein schöner Sturz von einer Pallas stehet am Auf-gange zum Campidoglio / ^) eine Pallas mit einem ^Kopfe von Marmor ist in der Villa MediciS-)und die allerschönste Statue nicht allein in Porphyr, !sondern man kaii auch sagen, unter den schönsteaus dem Altertume, ist eine vermeinete Muse,von andern wegen ihres Diadema eine Juno ge-nant/ über Lebensgröße/ in der Villa Borghese,deren Gewand ein Wunderwerk der Kunst ist. ) Un-terdessen sind auch zu Rom Statuen in Porphyr ge-arbeitet, wie ein Brustbild mit einem Panzer indem Palaste Farnese zeiget/ welches nur angele- ^get, und nicht völlig geendiget ist; eS wurde imCampo Marzo zu Rom gefunden/ wie Pirro Li-gorio in seinen Handschriften in der vatieanischenBibliothek berichtet. ES werden auch verschiedeneStatuen gefangener Könige in diesem Steine/ in
j) Der harte, schwer zu bezwingende Stein ist meisicrhObehandelt; die Falten stiw ungemein zierlich gelegt, je,doch zu gehäuft, und bilden keine große» Massen. Mever.
2) Nun wahrscheinlich in Florenz. Es ist eine gefällig!schlanke Figur; aber ihr Gewand ist weder fo hübsch Msgltet, noch die Arbeit so vorzüglich, als an dem cbmerwähnten Sturz. Meyer.
Ausserdem Kopfe sind »och die Hände und Füßedaran von Marmor. Siebelis.
> 3) Ihre Gliedersorme» haben einen sehr edlen Charakter!der Faltensihlag ist beso»ders am Mantel von äusscrilkrEleganz; doch muß man am Unterkleid?, so wie auf dnBrust, einige verworrene Stellen übersehen. Der Mizeichnet sich durch edle Züge aus, wiewohl noch die Fwge ist, ob er ursprünglich zur Figur gehöre. Auch bater niauche Beschädigungen erlitten; ausser dem Diadem,der linken Wange samt dem Sbr, ist noch die Nase unddie Sberlive modern; die Hände sind ebenfalls neu / Mvon den Fußen wenigstens der linke, Meyer.