Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
69
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10 Buch, 2 Kap.

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wird erwiesen und eine Statue errichtet haben: sowird auch dieselbe an diesem Orte merkwürdig ge-wesen sein/ und eS ist zu glauben/ daß/ da Clau-dius/ wie ich angeführet habe/ die ersten Statuenvon Porphyr nach Rom gebracht/ eben die Statueaus Basalt / von welcher wir reden, zugleich werdemit abgeführet worden sein.

§.28. Aus angeführeten Gründen glaube ich,daß der andere verstümmelte Kopf von schwärzlichemBasalt/ woran das Kin nebst den Kinbaken und dieNase fehlet / und welcher in völlig ähnlichem Stylemit jenem/ aber in den Haaren noch weit künstli-clicr ausgearbeitet ist/ ebenfalls einen alexandrinischenNberwlNder in den olympischen Spiele» abbilde.Da aber die Ohren desselben von jenen verschiedenund von der gewöhnlichen Form sind/ so würde dieStatue, von welcher dieser Kops ist/ keinen Siegerals Ringer/ sondern einen Überwinder in demWettlaufe zu Wagen und einen von den vierersten alexandrinischen olympischen Siegern vorstellen.

§. 29. Der Werke griechischer Kunst von Por-phyr habe ich bereits im zweiten nnd vierten Kapi-tel dieser Geschichte Meldung gethan, und be-rühre dieselben hier nur/ da sie zum Theil als Ar-beiten dieser Zeit können betrachtet werden/ die izo»»endlich selten sind/ uud auch vor AlterS/ wegender ungemcinen schweren Arbeit dieses Steins, ingeringerer Anzahl/ als die von Marmor/ gewesensind. Vermuthlich sind diejenigen Statuen in Por-phyr/ welche sich zu Rom besiuden nnd vom KaiserClaudius/ und nur allein von demselben/ wiePli«»ins berichtet/2) aus Ägypten gebracht worden,

1) 12 B. 4 K. 12 §. 7 B. t K. 24 §> Z

2) I., Z6> r. 7. «ect, I I. Vitrasius Pollio brachreunter dem Kaiser Claudius Statuen von Porphyr ausÄgypten nach R»m. Meyer.