Zweites Kapitel.
ß. t. Alexander der Große/ dessen Todnicht weniger als sein Leben in der Geschichte derKunst ein merkwürdiger Zeitpunkt ist/ starb in derBlüthe seiner Jahre/ im ersten Jahre der hundertund vierzchenten Olympias/l) und wenig Jahre nachdessen Tode/ nämlich in der hundert und zwanzig-sten Olympias, saget Pli nius/ habe die Kunst auf-gehöret.2) Ich will nicht untersuchen/ ob dieses ebenso richtig gesaget sei/ als wen Tacitns behauptet/daß nach der Schlacht bei Aktium Rom keine großenGeister mehr hervorgebracht habe; oder/ wie wirwisse»/ daß mit dem Tode des Äugustns die rö-mische Sprache und Beredsamkeit plözlich ausartete.^)Man könte glauben / daß Plinius etwa auf Atheninsbesondere sein Absehen gerichtet habe/ wie ichnachher berühren werde; den aus der Folge dieserGeschichte wird in Absicht der griechischen Kunstüberhaupt das Gegentheil darzuthun sein.
ß. 2. Nach Alexanders des Großen Todeerhoben sich Empörungen und blutige Kriege in deneroberten Reichen desselben/ so wie in Maccdvnienselbst/ unter seinen nächsten Nachfolger»/ die um
1) ?etav> Oocirin. temxor. t> 2. i>, g?g. 8t. Oo!x, IZüi»».6e8 k'ist. x. 63g. Meyer.
2) 1^. 34. c. 6. sect. 19. xrZnc. l^sieruhte eine Zeit lang.)
Z) 1.1. c. !.
4) l'iradvsc^i, Ltol'ia !tal. t. 2.
xrollm. Lul!' lZecQci. lleltL scieu2.(.'. F ea.