Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
42
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42 Geschichte der Kunst.

sechzigsten Jahre starbt) durch Gift/ welches er inseinem Fingerringe verschlossen trug/ um nicht seinemFeinde in die Hände zu gerathen. Wir haben alsoauf dieser Gypsform den DemostheneS auf einem ^Altare sizend/ und in eben dem Alter/ worin er seinLeben endigte/ und in den betrübten und verzweifel-ten Umstanden vorgestellet/ die ihn nöthigten / ausder Welt zu gehen; ja aus der Form der Buchstabenunserer Inschrift/ verglichen mit den Zügen des Na-mens auf dem einen herculanifchen Brustbilde/ wirdwahrscheinlich/ daß die Figur desselben älter sei/ alsdie herculanischeu Köpfe. Ich werde dieselbe zu ihrerZeit in Kupfer an das Licht stellen. In dem umgedachten Tempel des Neptunus eingeschlossene»Plaze Oc^/Z-»^) befand sich noch zu PaufaniasZeiten das Grabmal dieses berühmten Mannes.

. i) Nach Gcllius !l. i5, c. 26.) im SV, nach Andern im67 oder im 70 Jahre. Me»er.

2) Man vergleiche die verschiedenen Nachrichten der Altenüber den Tod des Demostbeues bei Plutarchus(Oemostli. c. 2g Zu.) und P h o t i u s. (Lidliolli. Loä.27?. x. >478.) Me»er.

lDas Schönste über diese Scene ist I.uci->ai LncomI-um Oemostiicuis. t. 9. c<Iil. Lixvnt^

Z) ?suZZii. I. 2. c> ZZ.

Heeren (Ideen, ZN. l Th. 410 418S.) schein»dieses erhobene Werk nicht gekant zu haben, wen ermeint, daß ein so schöner und würdiger Gegenstand, wieder verfolgte und am Altare des Neptunus Sckuz swchende Demosthenes in den leiten Augenbliken seinesLebens »och nicht von der bildenden Kunst behandelt wor-den. Meyer,