Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
40
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Geschichte der Kunst.

beide Köpfe einen Bart haben/ aber keine Ähnlich-keit mit einem erhoben gearbeiteten Brustbilde ohneBart/ mit eben diesem Namen bezeichnet, welchesin Svanien zu Taragona gefunden und vom Ful-vius UrsinnS/ Bellori nebst Anderen als dasBild dieses Redners bekant gemachet worden/ somuß dieses eine andere Person vorstellen.

§. Z5. Da wir also Ursache hatten zu glauben,daß sich nur allein in gedachten zwei herculanischenBrustbildern das Bildniß des Demosthenes er-halten habe/ und daß auf Denkmalen in Rom keine

Fea (t> 2> t->v. 6.) abgebildet, wo auch (>,>284.) ein»ander» ähnlichen, doch weniger wohl erhaltenen Statuein der Villa Aldobrandini zu Frascati Meldung ge-schieht. Im Museo des Prinzen von Piomliino zuRom befindet sich, nach Visconti Mus. Piv-Llem.t. Z.p. >5.) ein tiesgeschnittener Stein, in welchem D i os-k 0 ridesden Kovs des Demosthenes ganz von AngesichtVorgestellt. Diese trefliche Gemme wurde von Winckel-mai? (vorläuf. Abh. -tK. t72 §. Vignette Nume-ro tü.) und von Bracci iivl>?»iorie clexli lucisvri. t. 2. tav.kg.) als das Bildniß eines u n b e k aii te n edirt; beide Newnen den Stein irrig einen Carnevl und er ist ein sehrschöner A m et li» st. I» der Villa Pansili bei Rom be-findet stch ein schildförmiges Hohrelies mit dem Brustbilddes Demosthenes und seinem eingegrabenen Namen.Dieses Denkmal hätte schon früher als die herculanischeHZronze zur Erkennung des Bildnisses von Demosthe-nes verhelfen können; weil es aber nur mittelmäßig ge-arbeitet ist, so mag nian auf dasselbe wenig geachtet, undsogar das Altertum der Jnschrist, welche Visconti cNuz.pio-LIe>». t. 6, p. 5Z,) für wirklich antik hält, bezwei-felt haben. V i sc 0 nti hat auch (Mus. t, k.tav. Z7.) eine Herme bekaiit gemacht, welche unter den»och vorhandenen Bildnissen des Demosthenes wohleines der vorzüglichste» sein mag. Meyer.

1) I''ulv, Hrsi». InlKßill. iUustr. n. 65.