10 Buch/ 1 Kap.
§. 2-i. Vom Zlristides/ dem Zeitgenossen des?lpelleS/ saget Plinius: I« ownium ^>rim»smum ^ivxit, t!t iiominis ex^iressit, vocant
t?l!xci cl/ie.' item ^e^<u,'5«t/one»j cluiioi >?»ulo in vo-^loi-ilius, Wen der erste Sa; dieses Urtheils' rich-tig ist/ wird der Sin desselben nicht wohl auSge-driiket heissen können; die Bedeutung aber konte keineandere sein/ als diese: Nristides ist der erste ge-wesen/ der alle seine Aufmerksamkeit blos auf denAusdruk gerichtet gehabt/ sonderlich in starkenLeidenschaften/ so daß er sogar das Coloritvernachläßigte/ als welches hart war.
K. 26. ProtogeneS/ aus der Insel Rho-dnS/^) der gleichfalls diese Zeit berühmt gemachet hat/
re mit beiden Händen an das Haupt drukt/ als ob sieeben dem Wasser entstiege»/ dieselben auspressen wollte.Die Galerie Colonna zu Rom bewahrt eine schön ge-arbeitete Statue von Marmor/ in Lebensgroße und inganz ähnlicher Stellung. Man darf also vermuthen/daß diese Venusbilder/ in Hinsicht auf die Gebärde,Nachahmungen von dem bernhmren Werk des Apellesseien. Meyer.
1) 1^. Zä. c. lo. sect. Z6. n. lg.
2) Plinius (I. c.) gedenkt eines Gemäldes von Ari-stides/ welches im Temvel der Fides aus dem Cavi-tolio zu Noni war/ und einen Greis mit der Lcyer vor-stellte/ welcher einen Knaben unterrichtete. Etwas Ähn-liches besizen wir »och in einem von Wilhelm Tisch-bein ll^nxravinßs. t./j.) bekant gemachten Vasengeniälde.Vielleicht ist es ein flüchtiger und unvollkommcner Ab-riß von dem Werke ciiies großen Meisters. Mnter denAbbildungen Numero 69.Z Me»er.
LAristides wurde mit Pa » sanias u»d N i k o v h a-n es zu den gerechnet. I. >Z. c. 2.
Z) pliu. I. z?. c. 10. sccl, 36. n. 20.
Peotogenes war von Kaunus/ einer Stadt in Ka-