Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
32
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ZS

Geschichte der Kunst.

soll bis in sein fünfzigstes Jahr Schiffe gemalcthaben / welches man nicht »on Gemälden »erstehenmuß/ die nichts als Schiffe vorgestellet/ sondernman sagete: er habe Schiffe bemalet/ das ist: vonaussen mit Gemälden anSgczicrct, wie noch izo ge-schiehet; und im päbstlichen Solde stehet ein beson-derer Maler der Galeeren. Sein Satyr oderjunger Fann, in welchem er die sorgenlose Sicher-heit abbilden wollte/ stand an eine Säule gelehnet/mit zwo Flöten in der Hand/ und hieß Anapauo-menoS/ das ist/ der Ruhende/ wegen seinerStellung; den er hatte vermuthlich den anderen Armüber sein Haupt geleget/ wie Herkules/ wo der-

rir» / welche sich die Rhodier unterworfen hatten.5l»i. I. ». r. 3.) Meyer.

I) Apelles soll gesagt haben, daß P r o to g e n e s ihm inallen Stüke» gleich komme/ oder ihn gar übertreffe; nurwisse er nicht zur rechten Zeit die Hand vom Gemäldeabzuziehen. (?Iin. 1.35. c. 10. sccl. 36. n. >o.) Quin>tilian (l. >2. c. >0. n.6. l^wo ?l l n> e l o v e e n anmerkl,daß X a nth u s sei» Vaterland gewesen^ rühmt von Pro,togenes, daß er in Hinsicht der sorgfältigen Ausführung(cura prLestrtnüszintus) der vorzüglichste Künstler gewesen.Well Plinius dessen Jalysus (^. L-ell. I. >ü. c. Z>.Cic. ad l. 2. epist. 21. plin. I. 7. c. 33. sect.

Zg.) als das lierlichste seiner Werke »reist, und zugleichberichtet, daß an diesem Gemälde, der Dauerhaftigkeitwegen, vier Farben, die eine über die andere, geseztgewesen: fo kan dieses schwerlich anders, als von einemviermaligen übermalen verstanden werden. Wen fernerPlutarchus (venx.Il-. c. 22.) und Älia» (vur.I. >2. c, 4>.) erzähle», daß Protogeues an diesemGemälde sieben Jahre gearbeitet habe: so ist zu glauben,daß er einen ausserordentliche» Fleiß darauf verwandte,und in der Geschichte der alte» Kunst ungefähr ebendie Stelle einnehmen kan, welche Leonardo da Vin>ei i» der »euer» Zeit behauptet. Me>>er.