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Geschichte der Kunst.
daß der älteste von den zween Söhnen nicht aus' ebendemselben Stüke Marmor gearbeitet worden/ auswelchem der Vater und der jüngste Sohn gehauensind, i) Den rechten Arm des' Laokoon/ welcherfehlet und von gebranter Erde gemacht angesezctist/ hat bereits Michael Angelo zu ergänzen ge-dacht/ und hat denselben in Marmor aus dem Gröb-sten gehauen entworfen/ aber nicht geendiget; es lie-get daher dieses Stiik unten an der Statue.
j) Schon Michael Angelo hatte/ wie Maffei (kacc.lU Status l, i.) erzählt/ durch sorgfältige Untersuchungbemerkt/ daß die Gruve des Laokoon aus mehrerenMarmorstüken gearbeitet worden / und zwar sind wenig,stens drei zu erkenne»/ nämlich die Figur des ältestenSohnes, welche zur Linken steht/ die Figur des Lao>koon bis unter die Kniee/ und der übrige Theil derGruve. Fea.
fM en g s wollte fünf Stüke daran erkennen und Nadel(i>Iu5ee ZVspol.) gar sechs.^12) Ausser dem von Winckelman im §. erwähnten iKovfe, welcher eine Ähnlichkeit mit dem Kopse des Lao>koon hat/ gedenkt Aldrovandi (Statue cli x.
noch eines andern ohne Hals, der die größte Ähn-lichkeit mit dem in der berühmten Gruve hatte, unddem Cardinal Masse! gehörte. Flaminio Vacca(ZVkontlauc. Di-Ii'. ital. c. 9. p. 1Z6.) erwähnt noch an-derer alten Nrnchstüke von Ähnlichkeit mit der Erupedes Laokoon. In der zehn Miglien Von Mailand ent-fernten Villa des Marchefe Litta, zu Leinate, istein antiker und sehr schöner Kovf, oder vielmehr eineBliste des Laokoon aus weissem Marmor/ welche inHinsicht des Ansdruks und der steinigen Ausführung eineVerglcichung mit dem Kovfe des Laokoon in derGruve aushält, und demselben in Hinsicht der Größeund der Stellung gleich ist; ja auch die Arme scheinendiesellie Haltung gehabt zu haben, wen man aus demkleinen Stüke des Arms, das noch an den Schulternübrig ist, auf das Ganze schließen darf. ^Abgebildet Iin der varifer Ausgabe der G. d. K. v. Janfe» lS<!2.2 B. Z0S S.Z Amoretti.